Datenschutz: Facebook-Nutzer will vor Gericht gehen

Recht, Politik & EU Ein Nutzer des weltgrößten Sozialen Netzwerks hat den Entschluss gefasst, gegen die Betreiber von Facebook vor Gericht zu ziehen. Er wirft Facebook einen Verstoß gegen die eigene Datenschutz-Richtlinie vor und will eine Sammelklage anstreben. Der Facebook-Nutzer ist der Meinung, dass Facebook persönliche Informationen über die Mitglieder an Werbekunden weitergibt, wenn diese auf Anzeigen klicken. Dazu gehören beispielsweise Daten wie Name, Wohnort, besucht Schulen oder die Facebook-Freundesliste.

Angeblich können die Werbekunden von Facebook dank den übertragenen persönlichen Daten die Nutzer identifizieren und auf verschiedenste Informationen zugreifen. Vorgeworfen wird den Betreibern aus diesem Grund, die Rechte der Mitglieder mit dieser Weitergabe der Daten zu verletzen.

Denn schließlich heißt es in der Datenschutzrichtlinie von Facebook, dass ohne eine vorausgegangene Zustimmung keine persönlichen Informationen an Werbetreibende übertragen werden dürfen.

Wie die Betreiber von Facebook gegenüber 'Pressetext' bestätigen, werden keinerlei Nutzerdaten weitergegeben. Die Klage wird ferner für unbegründet gehalten. Den Angaben eines Pressesprechers zufolge will man dagegen energisch vorgehen.
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