USA rüstet auf GPS-basiertes Flugleitsystem um

Wirtschaft & Firmen Die US-Regierung hat den Fluggesellschaften grünes Licht zum Aufbau eines neuen Flugkontrollsystems gegeben. Dieses soll komplett auf der Basis des Navigationssystems GPS entstehen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine Roadmap für die Umsetzung herausgegeben. Demnach müssen bis zum Jahr 2020 alle Flugzeuge, die die großen Flughäfen ansteuern oder auf den dichtbeflogensten Routen unterwegs sind, entsprechend umgerüstet sein.


Die neue Technologie soll das bisher genutzte, radarbasierte System ablösen. Flugzeuge und Hubschrauber werden zukünftig von sich aus ständig ihre aktuellen GPS-Koordinaten an die Flugleitstellen funken. Dies soll ein deutlich präziseres Bild vom aktuellen Geschehen im Luftraum bringen und die Sicherheit verbessern.

Außerdem erhalten so auch die Piloten Zugriff auf die gleichen Daten wie die Fluglotsen. Anders als bei einem Radar-System sind dabei auch Flugzeuge erkennbar, die sich am Boden befinden. Das soll das Risiko von Zusammenstößen auf den Rollbahnen reduzieren.

Nicht zuletzt kann das System auch eingesetzt werden, um die jeweils günstigsten Routen zu errechnen. Das spart Zeit und Geld und senkt die Umweltbelastung.

Die Entwicklungsarbeiten dauern nun bereits seit fast zehn Jahren an. Das Ausrollen der Technologie wird insgesamt rund 4 Milliarden Dollar kosten, so die Schätzungen der FAA. Neben den Flughäfen müssen allein in den USA rund 7.000 Jumbos und 200.000 andere Fluggeräte von der kleinen Propellermaschine bis zu Hubschraubern umgebaut werden.
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Und wenn das GPS System im Flugzeug ausfällt? Bei Radar ist das Flugzeug immernoch sichtbar, weil es numal da ist. Aber wenn kein Signal in der Leitstelle ankommt ist es doch als wäre es nicht da, oder?
 
@hnz: Redundantes System?
 
@hnz: Wenn der Transponder im Flugzeug ausfällt, der den Identcode des Fluges übermittelt (z.B. LFT123), ist das Flugzeug gegenüber dem Radar quasi genauso unsichtbar. Deswegen spielt es eigentlich keine Rolle, es ist immer schlecht wenn etwas ausfällt.
 
@-Revolution-: Stromausfall? @hnz: Die werden die Radarsysteme sicher nicht wegwerfen - denn sonst könnten die pösen pösen Terroristen ja einfach den GPS Sender deaktivieren und wieder vollkommen unerwartet in Gebäude fliegen :P
 
@hnz: Mal gesponnen: Wenn ein Airforce-Jet der neueren Generation (also "Tarnkappe") wegen eines Notfalls auf einem zivilen Flughafen landen muss - dann hilft den Fluglotsen ihr Radar aktuell recht wenig. Bei der Paranoia der USA könnte ich mir gut vorstellen, dass die nach und nach auch Linienflugzeuge auf Tarnkappe umstellen - schließlich besteht bei Flugreisen in Schurkenstaaten doch aktuell die Möglichkeit, dass die Airforce One von radargelenkten Boden-Luft-Raketen abgeschossen wird - ebenso normale zivile Linienflüge. Aber generell sind die Systeme mehrfach abgesichert und in den Towern werden auch weiterhin Radargeräte vorhanden sein.


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