IT-Programm: Opera wird Islands erster Krisenretter

Wirtschaft & Firmen Der norwegische Browser-Hersteller Opera verlagert seine Datenverarbeitung nach Island. Das Land kann damit den ersten ausländischen Investor im Rahmen seines Krisenbewältigungs-Programms begrüßen.
Das Land wurde von der Weltwirtschaftskrise sehr früh bisher mit am härtesten betroffen, als Ende 2008 faktisch das gesamte Bankensystem zusammenbrach. Daraufhin musste man Pläne zum Wiederaufbau der nationalen Wirtschaft schmieden und legte die Hoffnungen in das Internet.

Island betrieb fortan Eigenwerbung als idealer Standort für Technologieunternehmen. Der kleine Staat verfügt über sehr gute Anbindungen an die Backbones in den USA und Europa. Hinzu kommt billiger Ökostrom aus den Geothermalkraftwerken der Vulkaninsel.

Eines der ersten Projekte, mit denen Island seinen Standort bewerben und Investoren anlocken will, ist das Thor Data Center. Dieses wurde von einheimischen Fachkräften, die schon Erfahrungen im Umgang mit der IT-Infrastruktur des US-Militärs sammeln konnten, entwickelt.

Es wird ausschließlich mit regenerativen Energien angetrieben und kann den Angaben zufolge mit 78 Petabyte Daten auf einmal umgehen. Opera wird nun einer der ersten größeren Kunden der Betreiber des Datenzentrums.

Neben dem technischen Know-How sei die Energiefrage dabei sogar ein ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung des Unternehmens gewesen. "In den kommenden Jahren wird Island in der Lage sein, eine deutlich stabilere Energieversorgung zu gewährleisten als die meisten anderen Regionen der Welt", sagte Opera-Gründer Jon Stephenson von Tetzchner, der selbst in Island geboren wurde.
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