Microsoft: H.264-Video ist für HTML5 die beste Wahl

Internet & Webdienste Dean Hachamovitch, Leiter der Internet Explorer-Abteilung bei Microsoft, hat die Entscheidung für H.264 als HTML5-Videocodec im Internet Explorer 9 noch einmal ausführlicher begründet. Demnach sei das Format aus einer Vielzahl von Gründen der beste Weg, einen Codec direkt in den Browser zu implementieren. "Als Erstes und Wichtigstes: Wir sind überzeugt, dass es der beste derzeit verfügbare Videocodec für HTML5 für unsere Kunden ist", erklärte er.

So verfüge H.264 im Vergleich zu alternativen Codecs einen umfassenden Hardware-Support in PCs, mobilen Geräten und Unterhaltungselektronik. Hinzu kommen eine exzellente Video-Qualität, ein bereits jetzt sehr hoher Verbreitungsgrad und zahlreiche Tools zur Erstellung von Inhalten.

Entgegen der oft verbreiteten Behauptung, die lizenzrechtliche Lage sei durch die Beschränkung der von der MPEG LA verabschiedeten Richtlinien bis 2015 perspektivisch recht unsicher hielt Hachamovitch entgegen, dass man bei H.264 sogar auf die größtmögliche Sicherheit und Klarheit der Lizenzbestimmungen setzen könne.

Die Organisation, in der die zahlreichen Patente hinter dem Codec verwaltet werden, sei schon seit vielen Jahren aktiv. Hachamovitch gesteht Kritikern zwar zu, dass es in diesem Bereich nie eine völlige Sicherheit gibt, allerdings stellt die MPEG LA für ihn einen zuverlässigen Partner dar.

Die rechtliche Lage anderer Codecs sei hingegen oft mit vielen Unklarheiten belegt. Er verwies dabei unter anderem auf die Befürchtungen, dass Ogg Theora durch bisher noch nicht bekannte Patente angreifbar sein könnte und auch Googles VP8 offenbar nicht gänzlich frei von Ansprüchen Dritter ist.

"Viele Leute sind der Ansicht, dass die Verfügbarkeit des Source Codes unter eine Open Source-Lizenz impliziert, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen können oder dass die urheberrechtlichen Fragen vollständig klar sind", so Hachamovitch. "Die Erfahrungen von uns und auch von anderen sprechen aber eine andere Sprache."

Der Manager wies auch Vorwürfe zurück, Microsoft habe deshalb ein Interesse an einer Verbreitung des Codecs, weil in ihm auch Patente des Software-Konzerns enthalten sind und man somit vor allem aus Profitinteressen hinter H.264 als Standard für HTML5 stehe.

"Microsoft zahlt doppelt so viel an die MPEG LA wie es durch eigene Rechte von ihr erhält", stellte Hachamovitch klar. Der Großteil der Kosten resultiert demnach daraus, dass man H.264 bereits in Verbindung mit Windows ausliefert.

Hachamovitch führte außerdem aus, dass man sich durchaus im Klaren darüber ist, dass die aktuellen Lizenzbestimmungen der MPEG LA, die eine kostenlose Verwendung des Codecs für gratis zugängliche Inhalte ermöglichen, 2016 auslaufen.

Man sei aber zuversichtlich, dass diese Klausel auch darüber hinaus erweitert wird. Dafür spricht nach Ansicht Hachamovitchs gerade der hohe Verbreitungsgrad von H.264 und den Interessen zahlreicher mächtiger Unternehmen, die an veränderten Lizenzen kein Interesse haben.
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