Google-Werbung verfolgt Nutzer durch das Web

Internet & Webdienste Der Suchmaschinenbetreiber Google hat ein neues Feature für sein Werbenetzwerk AdWords vorgestellt. Damit lassen sich die Besucher der eigenen Website erreichen, obwohl sie sich inzwischen weiter durch das Web bewegt haben.

Google erklärt das so genannte Retargeting anhand eines Beispiels. Interessiert sich ein Nutzer in einem Online-Reisebüro für einen Ausflug in die Karibik, kann sich aber nicht zu einer Buchung durchringen, so kann man weiterhin für die Angebote in der Karibik werben, wenn sich der Kunde bereits auf einer ganz anderen Website befindet.


Die einzige Voraussetzung ist, dass diese andere Website ebenfalls im Werbenetzwerk von Google vorhanden ist. Google beschreibt das Retargeting als einfache und effektive Möglichkeit, Kontakt mit Nutzern aufzunehmen, die sich in der Vergangenheit für die eigenen Angebote interessiert haben.

Wer mit dieser Form der Werbung nicht einverstanden ist, kann sie ganz einfach deaktivieren. Auf einer speziellen Website, auf der Google unter anderem die persönlichen Interessen auflistet, die automatisch ermittelt wurden und die Darstellung von Werbung beeinflussen, findet man einen Button "Opt out". Damit deaktiviert man die interessenbezogene Werbung und gleichzeitig das Retargeting.
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...und auch dieses Feature konnte man realisieren OHNE eine eindeutige ID des Besuchers bei sich zu speichern .....wer's glaubt. Für die neueste Ausgabe des Dudens schlage ich zwei Begriffe zur Streichung vor, die im deutschen Wortschatz nichts mehr verloren haben: "Datenschutz" und "Bankgeheimnis".
 
@ralphsester: ist das nicht zensur?
 
@ralphsester: Lassen sich damit auch eindeutige Bewegungsprofile im Netz erstellen? Wenn ja, dann ist die Vorratsdatenspeicherung ja doch durch gekommen ^^
 
@Radi_Cöln: Natürlich gibt es bei diversen Firmen eine Art "Vorratsdatenspeicherung" und die sind oftmals auch in der Lage, diese Daten einem konkreten Namen zuzuordnen und zwar ohne eine IP-Auskunft beim Provider. Bestes Beispiel ist ein Amazon Kunde der dort kein "Konto" eröffnen konnte (folglich auch nichts kaufen konnte) weil der Lebensgefährte seiner Tochter "Rückstände" bei Amazon hatte. Dem guten Mann wurde von Amazon, wegen Datenschutz, noch nicht einmal mitgeteilt, warum er kein Konto eröffnen durfte. Diese ganze Geschichte wurde mal in einer Ausgabe der ct dargestellt.
 
@ralphsester: Du hast ohnehin eine "eindeutige" IP im Internet.... Nur weil sie deine Internet-Person eindeutig registrieren heißt das noch nicht unbedingt das sie die Verbindung zu dir als RL-Person herstellen. Das wird erst möglich wenn a) dein Provider die Daten verhökert b) Du irgendwo im Netz deine echten Daten eingibst und der Seitenbetreiber diese vertickt.


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