Klagen gegen Frequenzversteigerung abgewiesen

Recht, Politik & EU Das Verwaltungsgericht Köln hat am Mittwochabend sechs Klagen verschiedener Unternehmen gegen die für den April dieses Jahres geplante Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen abgewiesen.

Geklagt hatten zunächst die beiden E-Netzbetreiber E-Plus und O2. Ihre Beschwerden richteten sich vor allem gegen die Vergabe der Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz. Die beiden kleineren Netzbetreiber sahen sich hier durch die Bundesnetzagentur benachteiligt.


Obwohl sie bei den Frequenzen in dem Frequenzbereich über mehr Bietrechte als die D-Netzbetreiber verfügen, ging ihnen dies nicht weit genug. Sie befürchten, dass zumindest einer von ihnen bei den begehrten Frequenzen unterhalb von 1 Gigahertz leer ausgehen könnte.

Mit ihrer Klage wollten die beiden Unternehmen durchsetzen, dass die jetzt verfügbaren Frequenzen bevorzugt zum Ausgleich des ihrer Ansicht nach bestehenden Ungleichgewichts bei den Lizenzen genutzt werden müssten. Immerhin haben die Betreiber der D-Netze zur Zeit technische Vorteile beim Ausbau von Breitbandnetzen.

Aber auch vier weitere Unternehmen, darunter Airdata aus Stuttgart, hatten Klagen eingereicht. Auch hier hatte das Gericht zu entscheiden, ob eine der Firmen durch die Vergabepraxis der Bundesnetzagentur unzulässig benachteiligt würde.

In den mündlichen Verhandlungen brachte das Gericht zum Ausdruck, dass die Bundesnetzagentur bei ihren Entscheidungen im Rahmen der Frequenzordnung über gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbare Beurteilungsspielräume verfüge. Mit Ausnahme zweier Verfahren der Airdata hat das Gericht gegen die Urteile die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.
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Was bringt eine niedrige Frequenz denn?
 
@Chrisber: frag ich mich auch gerade... müssen die geräte weniger leistung aufbringen? ist die sprachqualität höher?
 
@Chrisber: Eine größere Reichweite. Das würde bedeuten sie müssen für normalen Mobilfunk weniger Masten aufstellen. Aber schnelles mobiles Internet ist damit natürlich nicht möglich. Ich denke sie wollen diese Frequenzen um zumindest einen flächendeckenden Mobilfunk zu gewährleisten.
 
@KainPlan: Eine höhere Reichweite. Desweiteren ist es für niedrigere Frequenzen leichter durch Gebäude und Gegenstände durchzudringen. Man hat also potenziell eine bessere Netzabdeckung in Wohnungen und Büros wenn man auf 800 Mhz anstatt auf 1800 Mhz funkt. Der Kostenvorteil liegt dabei auf der Hand. Man muss die Masten nicht so dicht aneinander aufstellen. Der Nachteil jedoch ist dass du mit vorrausgesetzt identischen übertragungsverfahren potenziell immer eine höhrere Datenrate erreichst mit höheren Frequenzen als mit niedrigeren. Das wird jedoch in der Praxis durch die meist viel bessere Signalstabilität von niedrigeren Frequenzen aufgehoben und meist sogar noch in Sachen Geschwindigkeit überholt. Praxis und Theorie liegen also wie so oft weit von einander entfernt. Deshalb sind niedrige Frequenzen so beliebt bei den Betreibern. Ausserdem kosten Sende- und Empfangstechniken für höhere Frequenzen mehr als für niedrigere Frequenzen.
 
Der sprichwörtliche Verkauf von Luft


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