MIT-Forscher entwickeln selbstorganisierende Chips

Forschung & Wissenschaft Forscher am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Weg gefunden, der deutlich kleinere Chip-Architekturen möglich machen könnte, berichtet das Magazin 'XBitLabs'.

Sie setzen dabei auf Moleküle, die sich eigenständig zu bestimmten Schaltungs-Strukturen organisieren können. Damit könne ein großer Teil der Probleme, mit denen sich die Chip-Hersteller zunehmend herumschlagen, umgangen werden.


Wegen der immer kleineren Strukturen stößt die herkömmliche optische Lithographie, bei der die Strukturen mit Licht in den Wafer gebrannt werden, an ihre Grenzen. Deutlich kleinere Designs lassen sich mit der Elektronenstrahl-Lithographie erzeugen.

Allerdings gleicht dieses Verfahren weniger einer Belichtung. Statt dessen brennt der Elektronenstrahl die Strukturen nach und nach in das Material. Das Verfahren ist deshalb langsamer und entsprechend teurer. Die MIT-Forscher wollen es deshalb nur ergänzend zu ihrer neu entwickelten Methode einsetzen.

Der überwiegende Teil des Schaltkreises soll daher aus Copolymeren bestehen. Diese bestehen aus jeweils zwei verschiedenen, miteinander verbundenen Polymer-Molekülen. Unterschiedliche Kombinationen verfügen dabei über bereits bekannte, spezifische Arten, sich in einer bestimmten Umgebung anzuordnen.

Chip-Designer können dies nutzen, um sich selbst erstellende Strukturen, die in der Weiterverarbeitung das Grundgerüst für den Schaltkreis bilden, zu entwerfen. Allerdings ist es noch ein weiter Weg, bis diese Technologie in der Praxis eingesetzt werden kann. Wann sie Marktreife erlangen könnte, lässt sich derzeit noch nicht vorhersagen.
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Release in 30-40 Jahren.
 
@Smoke-2-Joints: Ironisch? Ich denke mal dass das auf jeden Fall schneller geht. Wenn man sich mal anguckt dass wir vor ca. 10 Jahren noch mit 600 MHZ unterwegs waren und jetzt mit mehreren Kernen mit etwas mehr Leistung. Und das ein Smartphoneprozessor jetzt schon mehr Leistung hat als ein richtiger PC damals finde ich schon beachtlich. Deswegen glaube ich dass die Entwicklung schneller gehen KANN als wir überhaupt erwarten :-). Gruß smite
 
@Smite: was hat die Geschwindigkeit von Prozessoren mit dessen Fertigung zu tun?
 
@CruZad3r: Glaubst du ein neuer Prozessor wird gleich gefertigt wie vor 10 Jahren? Das is ja erst möglich geworden weil heute die Leiterbahnen 100x dünner sind... Kopf -> Wand
 
@CruZad3r: Ich wollte nur einen Vergleich für die Geschwindigkeit der Entwicklung darstellen. Ich bin noch relativ jung, kann mich aber noch an die Modemzeiten erinnern, damals wäre es glaube ich undenkbar gewesen, dass man 10 Jahre später mit 100mBit privat zu Hause im Internet unterwegs ist. Es gibt so viele Beispiele die man nennen könnte, Festplatten größen damals 10gb standard, vor 5 Jahren 160gb in nem Aldi PC für 1200€ und heute gibts >1tb. Gruß smite


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