VPN-Patentstreit: Microsoft soll 106 Mio. Dollar zahlen

Microsoft Microsoft hat die erste Runde eines Rechtsstreits um die Verletzung von Patenten auf VPN-Technologien verloren. Ein Gericht im US-Bundesstaat Texas entschied, dass der Softwarekonzern der Firma VirnetX knapp 106 Millionen US-Dollar zahlen soll. Nach Auffassung des Gerichts verstößt Microsoft mit der Verwendung bestimmter Technologien für Virtual Private Networks (VPN) in seinen Produkten Office Communicator und Windows Meeting Space wissentlich gegen zwei Patente von VirnetX, berichtet der Seattle Post-Intelligencer'.

Microsoft soll nach dem Willen der Jury nun wegen der Verletzung der beiden Patente jeweils 71,75 und 34 Millionen US-Dollar an VirnetX zahlen. Noch befindet sich der Rechtsstreit aber in einem sehr frühen Stadium.

So kann Microsoft die Entscheidung der Jury ohne weiteres anfechten, um zumindest eine Reduzierung der Schadeneratzsumme zu erreichen. Ohnehin muss der zuständige Richter das Urteil zunächst bestätigen. Mit einem Ende des Verfahrens wird deshalb erst in rund einem Jahr gerechnet.

Microsoft zeigte sich von der Entscheidung der Jury enttäuscht. Man sei sich sicher, dass die vor Gericht demonstrierten Beweise belegen könnten, dass die eigenen Produkte nie gegen die Patente von VirnetX verstoßen haben, so Firmensprecher Kevin Kutz.
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