Microsoft begrüßt Rechtsstreit zwischen Apple & HTC

Windows Phone 7 Auch wenn der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC der wohl wichtigste Partner für Microsoft ist, weil das Unternehmen zahlreiche Geräte mit Windows Mobile anbietet, begrüßt man in Redmond die Auseinandersetzung mit Apple.

Wie Microsofts Chef-Anwalt Brad Smith anlässlich einer Konferenz von Urheberrechtsanwälten laut der 'Seattle Times' erklärte, sei das Vorgehen von Apple gegen HTC "nicht unbedingt eine schlechte Sache". Der Rechtsstreit könne der Auslöser einer breiten Diskussion über geistiges Eigentum im Smartphone-Sektor werden, so Smith weiter.


Man müsse endlich klären, wer die in Smartphones verwendeten Technologien besitze, um dann entsprechende Lizenzgebühren abzuführen. Zwar seien Lizenzfragen mit Blick auf die verwendeten Funktechniken bereits geklärt, doch bei der Software gebe es noch viel Bedarf für Diskussionen.

Weil Software und Interface-Technologien bei Smartphones immer wichtiger würden, sei damit zu rechnen, dass die Kosten für entsprechende Lizenzen in drei bis fünf Jahren rund fünf bis zehn Prozent des Gerätepreises ausmachen könnten.

Der Microsoft-Anwalt wollte nicht so weit gehen, sich in dem Schlagabtausch zwischen Apple und HTC für eine Partei auszusprechen. Einer der Gründe dafür dürfte Microsofts riesiges Patent-Portfolio sein, welches den Softwarekonzern offenbar ebenfalls auf Einnahmen aus den Lizenzen für bestimmte Technologien hoffen lässt.

Apple hatte HTC vor kurzem vor Gericht gezerrt, weil die mit Google Android vertriebenen Geräte des Herstellers angeblich gegen Patente verstoßen, die bestimmte Softwaretechnologien abdecken, welche beim iPhone Verwendung finden.
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Dieser Patentstreit ist lächerlich und gottseidank nur in den USA möglich auf Grund des Systems. Solche Sachen gehören schleunigst abgestellt, man stelle sich nur vor, das selbe würde zB in der Autoindustrie vorfallen (Reifen, Verbrennungsmotor etc etc etc) - crazy!
 
@m.schmidler: Patentstreitigkeiten sind nicht per se lächerlich und dieser ist es auch nicht. Wer mit viel Mühe, Erfindergeist, unternehmerischen Risiko, Zeit und Geld eine Erfindung auf den Weg gebracht hat, hat vollsten Anspruch darauf, dass niemand sein geistiges Eigentum ohne Lizenzzahlungen nutzt. Bei geistigen Schöpfungen ist der Schutz allerdings schwerer erklär- und erkennbar. Im Gegensatz zu Deiner Meinung bestehen ähnliche Schutz- und Patentrechte auch in den von Dir genannten Bereichen Reifen, Motortechnik etc.. Du glaubst doch nicht, dass ein Reifenhersteller über sich ergehen lässt, dass ein Konkurrent einfach das Profil nachahmt? Oder bestimmte Motorentechniken nachbaut? Nicht im geringsten. Wir Außenstehenden sollten den Ball schön flachhalten, wenn es um Softwarepatente geht. Das Problem ließe sich lösen, wenn die Patentämter weltweit eine schnelle und intuitive Suche per Datenbank anbieten würden, um "versehentliches" Kopieren von (Software)Technologie zu unterbinden. Jede Nachahmung stünde dann nachvollziehbar auf tönernen Füßen und so würde nur noch bei diesen eindeutigen Verstößen ein Prozess geführt werden müssen.
 
@Tjell: Aber Programmieren ist gut vergleichbar mit Mathematik. Solche Patente sind, als würde man sich mathematische oder physikalische Formeln patentieren lassen. Als dürfte man auf dem Weg zur Weltformel nur mit dem entsprechenden Geldbeutel gelangen, und das kann es doch wohl nicht sein. Man kann einfach nicht davon ausgehen, daß nicht parallel Mathematiker auf die gleiche Lösung kommen. Und außerdem gibt es in der Programmierung immer mehrere Wege etwas zu erreichen, und dann wird der Code umgebaut, um nur nicht das Patent zu verletzen, der Effekt ist aber derselbe. Das IST lächerlich. Solche Patente sind Haarspalterei und fortschrittshemend. Apple hat es doch auch gezeigt, die Technologien waren an sich ja alle schon irgendwie existent, und Apple hat sie im iPhone einfach intelligent zusammengesetzt. Welche Schleife dabei im Hintergrund durchlaufen wird ist dem Endkunden doch egal. Und wenn Apple vorhat, an dem Patent zu klammern, sodaß keiner ähnliche Produkte anbieten kann, meckern die nächsten wieder von wegen Wettbewerb etc. Dann gibt es eben nur das iPhone mit MultiTouch (ist jetzt nur beispielhaft). Das ist einfach dämlich. Google ist dagegen viel offener mit seinen Entwicklungen und hat auch, oder vielleicht gerade dadurch Erfolg. Es geht also auch anders, und somit ist es einfach lächerlich.
 
@bgmnt: Du musst unterscheiden Copyright und Patent. Wenn Du ein Programm schreibst, dann hast Du das Copyright und keiner darf das einfach kopieren. Jemand darf das gleiche mit seinem eigenen Code nachprogrammieren, aber nicht Deine Arbeit klauen. Ein Patent wird nicht auf Code gegeben, sondern auf Verfahren. Ein Patent kann nur auf eine Erfindung angemeldet werden. Code ist niemals eine Erfindung, sondern nur eine Entwicklung. So kannst Du auch keinen Motor patentieren, sondern nur die Technologie, die Du erfunden hast. Das gleiche gilt für Software, Du musst etwas erfunden haben, dann kannst Du es patentieren. Ein Programm, das einfach nur etwas macht ist noch keine Erfindung. Wenn Du ein Patent hast, dann darf das keiner nachprogrammieren, da Dir das Verfahren zugesprochen wurde - unabhängig vom Code. Was man mit seinem Patent macht ist einem selbst überlassen. Man kann es auch frei weiter geben. Zu glauben, dass Google offen ist, ist ein Trugschluss. Google ist SEHR restriktiv mit seinen Technologien und Daten. Man kann zwar Dienste von Google kostenlos nutzen, aber nur wenn man z.B. auch die Werbung von Google anschaut. Verwendet man Google-technologien oder -Daten ohne Erlaubnis, dann wird man sehr schnell abgemahnt. Die Google-Suchmaschine basiert zum Beispiel auf einer Technologie, die Google sich hat patentieren lassen (Pagerank). Oder wer Bilder aus Google Maps für eingene Zwecke nutzt, der muss schnell mit einem Anwaltsschreiben rechnen. Das Problem ist nur, dass es zuviele Trivial-Patente gibt, die für Nichtigkeiten gewährt werden.
 
@bgmnt: Nein, wenn schon dann Chemie. Und was gibt es da für chemische Formeln z. B. von Pharmaprodukten? Patente!


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