Google stiftet Preis für iranische Bloggerinnen

Social Media Anlässlich des heutigen Welttags gegen Internetzensur hat der Suchmaschinenbetreiber Google in Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen (ROG) eine Gruppe von iranischen Bloggerinnen ausgezeichnet.

Den Betreiberinnen von We-Change.org überreichte man den "Net Citizen"-Award. Diesen hat Google gestiftet. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und soll zukünftig jährlich an Aktivisten gehen, die sich besonders um das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet verdient gemacht haben.


Google und ROG begründeten ihre diesjährige Entscheidung damit, dass die Plattform der Bloggerinnen zur zentralen Referenz für Informationen über die Lage der Frauenrechte im Iran geworden ist. Erst 2006 hatten diese ihr Gemeinschafts-Projekt gestartet.

Parvin Adalan, eine der Autorinnen auf We-Change.org, nahm den Preis entgegen und erklärte: "Die iranische Frauenbewegung hat schon immer Widerstand geleistet. Jetzt stellt sie ihre Erfahrungen und ihre Methoden einer demokratischen Zusammenarbeit im Cyberspace zur Verfügung."

Neben mehreren anderen Aktivisten war auch der Chinese Tan Zuoren für den Preis nominiert. Dieser sitzt derzeit allerdings im Gefängnis. Fünf Jahre Haft soll er verbüßen, weil er dokumentiert hatte, dass bei Erdbeben im Jahr 2008 hauptsächlich Baumängel dafür verantwortlich waren, dass im in der Stadt Sichuan im Südwesten Chinas Schulen einstürzten.
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Google versucht zunehmend sein Negativ-Image zu minimieren, indem es den Anschein erweckt, an vorderer (Web- und Medien-)Front auf die Einhaltung der Menschenrechte (nach westlicher Definition) hinzuweisen (China).
 
@franz0501: Bei den großen IT Konzernen ist Google ja auch die NR. 1 was das angeht. Ich meine wer will da sagen, der un der Konzern macht da mehr, kümmert sich mehr um Open Source, etc.
 
@franz0501: Bist auch so einer, der alles genau 180 Grad verkehrt herum sieht, oder!? Google unterstützt OpenSource, offene Standards, gibt Schnittstellen frei, ohne gerichtlich dazu gezwungen zu werden(Microsoft) ect. Das Negativimage kommt von paranoiden Luftpumpen, technikfeindlichen Politikern und aufmerksamsgeile Medien. Bei mir und vielen anderen, die sich in der IT-Industrie auskennen, hat Google einen hervorragenden Ruf und z.B. Microsoft einen miserablen!
 
@NoName!: Absolut richtig.
 
@franz0501: google ist kein Wohlfahrtsverein, sondern ein Unternehmen. Von daher trifft deine Anklage auch jedes weitere Unternehmen, welches sich in der "Web- und Medienfront" bewegt (Cisco, Nortel, yahoo, Microsoft, etc.). Aber zumindest versucht google auch anderen Teilnehmern im Web ein paar Chancen einzuräumen und auch auf soziale Missstände hinzuweisen. - Ich habe zwar auch bei google bedenken, halte aber solche Aktionen für beide Seiten eine win-win-Situation.


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