Microsoft schließt Verfahren gegen IM-Spammer ab

Spam & Phishing Der Software-Konzern Microsoft hat einen Rechtsstreit mit einem Spammer aus Hongkong außergerichtlich beigelegt. Die Firma Funmobile hatte ihre Werbenachrichten an Nutzer des Windows Live Messengers verbreitet. Neben reiner Reklame wurden auch Phishing-Posts verschickt, die Nutzer dazu bringen sollten, ihre Login-Daten preiszugeben. Das Unternehmen habe nun eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, teilte Microsoft mit. Außerdem wird es eine nicht näher spezifizierte Summe an den Software-Konzern zahlen.

"Der erfolgreiche Ausgang des Verfahrens setzt ein klares Zeichen, dass Microsoft den Missbrauch seiner Netze nicht toleriert", erklärte Microsoft-Anwalt Tim Cranton. Man werde auch zukünftig Maßnahmen ergreifen, um die Nutzer der Plattform zu schützen, sicherte er weiterhin zu.

In dem Verfahren hatte Microsoft verschiedene Beispiele gezeigt, in denen User vermeintlich Mitteilungen von ihren Kontakten erhielten. Die Absender-Accounts waren allerdings schon von dem Spammer übernommen worden. "Das ist nicht einfach nur ein Ärgernis, sondern eine Bedrohung der Privatsphäre der Nutzer", so Cranton.
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