Lokales Breitband-Netz über flackernde LEDs

Forschung & Wissenschaft Forscher des Fraunhofer Instituts haben einen neuen Weg gefunden, in Haushalten drahtlose Internet-Verbindungen zur Verfügung zu stellen: Die Kommunikation erfolgt über LED-Lampen, sie gleichzeitig zur Beleuchtung eingesetzt werden.

"Der Vorteil liegt darin, Licht einzusetzen, dass bereits da ist", erklärte Jelena Vučić von dem zur Fraunhofer-Gruppe gehörenden Heinrich-Hertz-Institut, dem Magazin 'ScienceDaily'. Die zu übertragenen Daten werden dabei über ein leichtes Flackern der LEDs in Signale umgesetzt.


Der Nutzer soll dies nicht wahrnehmen. Immerhin sind die einzelnen Impulse millionenfach schneller moduliert, als es ein menschliches Auge wahrnehmen kann. Handelsübliche LEDs können allerdings erst einmal nicht schnell genug flackern. Den Forschern gelang es jedoch, durch das Ausfiltern des blauen Lichtspektrums geeignete Komponenten zu schaffen.

In ersten Versuchen konnten so Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Durch die Optimierung des Systems wurde die Übertragungsgeschwindigkeit sogar auf 230 Megabit pro Sekunde verbessert. Eine bessere Signal-Modulation soll nun für noch höhere Werte sorgen.

Der Nachteil eines solchen Übertragungssystems im Vergleich zum herkömmlichen WLAN kann gleichzeitig ein Vorteil sein: Die Übertragung der Signale ist auf einen einzelnen Raum beschränkt. Das schränkt die Bewegungsfreiheit ein, sorgt allerdings auch dafür, dass es nicht zu Interferenzen mit anderen Netzen kommt. Außerdem ist es Angreifern nicht möglich, die Datenübertragung von außen zu belauschen, wenn kein Einblick in den jeweiligen Raum besteht.
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Wie kommt man auf sowas?! xD
 
[re:1] Tyndal am 12.03.10 09:51 Uhr
(+31
@fenz_18: Man schaut sich ein Glasfaserkabel an und stellt fest: "Links gebe ich ein optisches Signal rein - rechts kommt das optische Signal wieder raus... was passiert wohl, wenn ich das Kabel weglasse?"
 
@fenz_18: Auf sowas sind die Menschen schon vor hunderten oder gar tausenden Jahren gekommen. Leuchttürme zum Beispiel.
 
@fenz_18: Sowas gab es schon vor Jahren, hieß Infrarot-Schnittstelle. Dann gab es ebenfalls im Infrarot-Bereich Netzwerkkarten und Deckenrepeater, die miteinander über Licht kommuniziert haben. Sie mussten lediglich sich gegenseitig sehen. Das neue an dem ganzen ist jetzt wohl, dass die das Signal in die "normale" Beleuchtung hineinmodulieren. Somit nutzen die das sichtbare Licht. Außerdem ist es wohl um einiges schneller, als damals die Infrarot-Kommunikation.
 
@fenz_18: Langweilig... Guckst du:http://www.heise.de/netze/meldung/Drahtloses-Netzwerk-mit-sichtbarem-Licht-210471.html?view=zoom;zoom=1 Boston University oO Dachte Frauenhofer ;)


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