Pink Floyd verbietet Einzelverkauf von Songs im Netz

Musik- / Videoportale Die Rockband Pink Floyd hat ein Urteil gegen ihr Label EMI erwirkt, wonach Songs nicht mehr einzeln über Musikportale verkauft werden dürfen. Lediglich der Vertrieb kompletter Alben bleibt erlaubt.

Robert Howe, der Anwalt der Band, hatte in seiner Klageschrift argumentiert, dass Pink Floyd dafür bekannt sei, Konzeptalben zu produzieren. Diese seien als Gesamtwerk gedacht und dem Einzelverkauf der auf ihnen enthaltenen Stücke wollen die Musiker daher nicht zustimmen.


EMI berief sich hingegen auf den Wortlaut des Vertrages. In diesem ist zwar festgelegt, dass nur komplette Alben verkauft werden dürfen. Die Regelung bezieht sich aber auf physische Tonträger. Nach Ansicht des Labels wäre es also lediglich verboten, einzelne Songs in einen Sampler aufzunehmen, der beispielsweise als CD verkauft wird.

Für den Vertrieb über das Internet sind keine Festlegungen getroffen, da dieser Distributionsweg zum Zeitpunkt der Vertrags-Unterzeichnung noch keine Rolle spielte. Der Richter bezog sich in seinem Urteil aber auf den Sinngehalt des Abkommens, wonach es ausdrücklich um den Schutz des Gesamtwerkes ging, was so auch für neue Verkaufskanäle Geltung habe.
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Tja, der Künstler macht die Kunst und muss auch entscheiden wie sie vermittelt werden soll. edit: Ich finde, wenn ein Künstler ein Bild macht und es in einen Rahmen legt, kann er darauf bestehen, dass nur beides zusammen verkauft wird. Es ist jedem freigestellt das Bild zu kaufen, ob er den Künstler nun arrogant oder "zu fein" findet. Es ist des Künstlers Entwurf und jeder kann das gut oder doof finden.
 
[re:1] Rikibu am 11.03.10 18:09 Uhr
(-22
@Remotiv: falsch, wenn ein künstler sich an einen Vertrieb wendet, obliegt es dem Vertrieb, wie das Produkt bereitgestellt wird. Auch wenn man das ganze natürlich nachvollziehen kann (ich zumindest) darf man als Künstler nicht glauben, seine Käuferschaft "zu erziehen". Wenn ich das Lied nicht einzeln bekomme, lad ich es illegal - und spiele somit gar kein Geld in des Künstlers Beutel... was man eigentlich gerne würde, aber wenn der Künstler sich zu fein dafür ist? dann muss er sich über Illegalitäten nicht wundern, aber dann wieder rumjammern... kennen wir ja...
 
@Remotiv: Waren alle WF-Leser denn nicht genau gegen so etwas?
 
@Rikibu: es gibt immer noch offenbar einen Vertrag, an den sich beide halten müssen. Also nicht so'n pauschalen Quatsch erzählen. ;-) Ob die Konsequenz nun illegales runterladen ist, hat doch damit nichts zu tun. Das ist deren (beider) Problem.
 
[re:4] Mino am 11.03.10 19:32 Uhr
(+6
@Rikibu: Wie bitte? Ich vereinbare mit dem Vertrieb, dass die Sachen nicht einzeln verkauft werden dürfen, und wenn die es trotzdem tun hab ich Pech gehabt?


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