New York: Portal für virtuelle Arzt-Besuche startet

Internet & Webdienste Im US-Bundesstaat New York wird es ab dem Sommer möglich sein, einen Besuch beim Arzt über das Internet abzuwickeln. Das Projekt wird von zwei Krankenkassen der Region getragen.

Nutzer können dann über ein speziell eingerichtetes Portal Kontakt zu einem Allgemeinmediziner oder auch einem Facharzt aufnehmen. Dafür stehen verschiedene Wege wie VoIP und Instant Messaging zur Verfügung. In Testläufen hat man bereits positive Erfahrungen mit einem solchen Service gemacht.


Der reale Arztbesuch bei ernsthaften Erkrankungen soll dadurch nicht ersetzt werden. Wohl aber stellt der neue Dienst eine Alternative dar, wenn man in leichteren Fällen eine Fachmeinung einholen will. Für den Patienten bedeutet dies dann eine Zeitersparnis.

Aber auch für die Betreuung chronisch Kranker soll die Methode zum Einsatz kommen. Diese müssen dann seltener bei ihrem Arzt vorstellig werden. So können Diabetes-Patienten beispielsweise ihre Messdaten regelmäßig online übermitteln.

Aber auch für Ärzte sei dies von Vorteil, hieß es. Viele Mediziner würden ohnehin bereits per E-Mail Kontakt zu ihren Patienten halten und sie auf diesem Weg beraten. Die dabei anfallende Arbeitszeit wurde bisher aber nicht bezahlt. Die Beratung über das neue Portal kann den Krankenkassen oder unversicherten Patienten hingegen in Rechnung gestellt werden.
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ganz nützlich eigentlich
 
@DerPaufler: Jein. Während der Arzt "Telefondienst" schiebt, kann er keine Patienten empfangen... zumindest hier in Deutschland finde ich die freien Sprechzeiten schon eine Frechheit, die werden dann noch mehr gekürzt. Fraglich ist auch, wie der Anrufer VOR seinem Anruf erfährt, wieviel ihn die Beratung kosten wird, auch wenn er nur hört: "Das ist per Ferndiagnose schwer zu beurteilen, Sie sollten einen Facharzt aufsuchen." Da finde ich das deutsche Modell mit den Beratungshotlines (z.B. bei Fragen zum Thema Aids oder Krebs) besser - zumal das den Anrufer weniger kostet.
 
@Tyndal: Und warum denkst du, dass der Arzt am Telefon mehr Zeit braucht als wenn der Patient persönlich vorbeikommt?
 
Und wieder eine Möglichkeit, das Internet sinnvoll zu nutzen. Doch leider ist sowas in Deutschland nicht umstzbar, da der Einfluss der Politiker einfach zu groß ist. Und von denen sehen 90% das Internet als Feind und Medium, um Gewaltvideos, illegales Filesharing und Kinderpornographie zu tauschen. Danke Enwicklungsland Deutschland
 
@AntiVistaUser: Also ich kenne in Deutschland genügend Webseiten (auch von der Politik veranlasst), wo man sich über Themen wie Krebs, Aids, Suchtkrankheiten, Diabetes u.ä. informieren kann und ebenfalls Fragen (kostenlos) an die Experten dort stellen kann. Hier begrüße ich die strenge Hand der Politik - denn ich möchte schon sicher sein, dass am anderen Ende des Internets nicht ein ungelernter Hilfsarbeiter sitzt, der mit Hilfe eines Fragenkatalogs und Textbausteinen eine falsche Antwort gibt.


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