Xbox Live: Microsoft lockert Regeln für Nutzernamen

Xbox 360 Der Software-Konzern Microsoft hat die Nutzungsbedingungen seiner Online-Plattform Xbox Live geändert. Nutzer dürfen nun in Profilen auch Hinweise auf private Ansichten und Orientierungen geben.

Das Update gebe Anwendern nun die Möglichkeit, Informationen in ihre Pseudonyme und Profile aufzunehmen, die Rückschlüsse auf ihre Hautfarbe, Religion, Nationalität oder sexuelle Orientierung erlauben, teilte Marc Whitten, General Manager der Xbox Live-Sparte, mit.


Dies war bisher untersagt. Laut Microsoft diente das Verbot dem Schutz der Anwender. Es sollte beispielsweise verhindern, dass homosexuelle User unbedarft auf ihre sexuellen Präferenzen hinweisen und damit zum Ziel von Angriffen durch Dritte werden.

Anfang 2009 kam das Thema an die Öffentlichkeit, nachdem sich eine lesbische Nutzerin über die Sperrung ihres Accounts beschwerte. Auch Kunden, in deren Nickname der Begriff "Gay" vorkam, wurden damals gesperrt. Microsoft betonte allerdings, dass diese Maßnahmen keineswegs eine Diskriminierung darstellen sollen.

Aufgrund des Feedbacks aus der Community habe man nun erkannt, dass diese Regelung zwar gut gemeint war, letztlich aber wiederum einen Teil der Nutzer ausgrenzt, so Whitten. Deshalb wurden die Nutzungsbedingungen geändert. Dies gehe mit verschiedenen Maßnahmen einher, die einem Missbrauch solcher Informationen vorbeugen beziehungsweise ihn strenger ahnden sollen.
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