10 Jahre Greencard: Der Erfolg bleibt bescheiden

Wirtschaft & Firmen Vor zehn Jahren wurde die Greencard für IT-Spezialisten eingeführt. Sie sollte helfen, den Fachkräftemangel in der deutschen IT-Industrie zu beheben. Der Erfolg blieb aber bescheiden. Angekündigt wurde die Greencard erstmals im Jahr 2000 auf der IT-Branchenmesse CeBIT vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Zu diesem Zeitpunkt waren 75.000 Stellen im IT-Bereich frei. Der Höhepunkt des Zuzugs von Fachkräften aus dem Ausland wurde bereits 2001 verzeichnet: 6.409 Greencards wurden in diesem Jahr vergeben.

Bereits im nachfolgenden Jahr sank die Zahl aber drastisch auf 2.623 ab. Erst zum Ende des letzten Jahrzehnts konnte noch einmal eine leichte Belebung mit 3.906 vergebenen Greencards im Jahr 2008 verzeichnet werden. Im letzten Jahr waren es dann gerade wieder 2.500 Fachkräfte, die über eine inzwischen eingeführte, vergleichbare Regelung um Zuwanderungsgesetz nach Deutschland kamen.

Die recht geringen Zahlen führt der IT-Branchenverband BITKOM auf die strengen Kriterien zurück, die an eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis geknüpft werden. Der Antragsteller muss erst einmal einen festen Arbeitsplatz vorweisen können. Außerdem muss sich im Rahmen einer Vorrangprüfung durch die örtliche Arbeitsagentur zeigen, dass der Job nicht auch von einem arbeitslosen Deutschen ausgeübt werden könnte.



Die Aufenthaltsgenehmigung ist dann zunächst auf fünf Jahre befristet. Ein weiteres Problem: Ehepartner dürfen zwar mit einreisen, ob sie aber ebenfalls eine Arbeitsgenehmigung erhalten ist fraglich. Eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhält nur, wer mindestens 66.000 Euro Jahresgehalt erhält. Nur 150 Personen stellen daher pro Jahr einen Antrag, dauerhaft in Deutschland leben zu dürfen.

Wie der BITKOM mitteilte, ist der Fachkräftemangel noch immer ein wichtiges Problem in der Branche. Auf dem Höhepunkt des Aufschwungs im Jahr 2008 gab es zeitweise 45.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte in der deutschen Wirtschaft. Im September 2009 waren trotz der Krise noch rund 20.000 Arbeitsplätze frei.
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