Renner: Labels sollen Kultur-Flatrate selbst machen

Wirtschaft & Firmen Tim Renner, ehemaliger Chef von Universal Music Deutschland und heutiger Leiter von Motor Entertainment, hat dem Bundesverband Musikindustrie vorgeschlagen, selbst eine Kultur-Flatrate einzuführen.

Der Verband steht den Forderungen nach einer staatlichen Kultur-Flatrate, aus der Musiker künftig bezahlt werden könnten und die Internet-Nutzern einen freien Zugang zu digitalisierter Musik bietet, nach jüngsten Äußerungen ablehnend gegenüber.


Renner sagte deshalb gegenüber dem Musikmagazin 'Rolling Stone': "Der beste Weg, die Schwächen einer staatlichen Kulturflatrate zu vermeiden wäre, selbst eine anzubieten." Es gehe darum, ein Geschäft zu beginnen, statt ein Gespenst zu bekämpfen, so Renner.

Seiner Ansicht nach ließe sich das Modell zu einem Preis von 12,90 Euro im Monat umsetzen - was dem gefühlten Preis einer CD entspreche. Gegen ein solches Entgelt wäre es möglich, den Nutzern im Internet vollen Zugriff auf den Musikbestand der Musikindustrie zu gewähren.
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dafür sind die doch viel zu gierig, die würden wohl eher 49,90 pro monat nehmen.
 
Man sieht aber an beiden Vorschlägen (Renner und moniduse), dass die Preise ALDI-/LIDL-mäßig scharf kalkuliert sind: Nämlich nicht 13 bzw. 50 EUR, sondern nur 12,9999 bzw. 49,9999 EUR! (Wer Ironie findet, darf sie behalten!) Immerhin hat Tim Renner dazugelernt, als er es leid ist, "ein Gespenst zu bekämpfen".
 
@moniduse: und was sollen die Künstler bekommen? Robbie Williams wird wahrscheinlich mehr Geld von der "Kulturflatrate" bekommen als ein regionaler Act, der auch bei der gleichen Plattenfirma ist. Und bei so vielen Künstlern bleibt nicht viel über von dem Geld. Und die Plattenfirma will sowieso 80% der Einnahmen....
 
@Nemo_G: Renner hat nicht dazugelernt, er hat das schon ewig gepredigt. Lies das Buch, es lohnt sich: http://bit.ly/cbRzUu
 
@Pineparty: Natürlich wollen die Plattenfirmen 80 % der Einnahmen. Die haben ja auch die ganzen Ausgaben für das Pressen der CDs und Drucken der Booklets... Ach... Halt... Das ist ja schon 20 Jahre her. Egal, das geistige Eigentum und der künstlerische Anteil wiegen nicht so schwer wie Gier, Kontroll- und Verwaltungswut, ausserdem hätten sie die Ausgaben ja haben können, wenn alles noch so wär wie zu der Zeit, als die Manager ihr Blüte hatten.


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