Niedersachsen: Google soll Straßennutzung zahlen

Internet & Webdienste Geht es nach dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, muss Google für die Nutzung der Straßen eine Genehmigung einholen, wenn im Rahmen des Online-Dienstes Street View Fotoaufnahmen angefertigt werden.

"Es kann nicht angehen, dass private Anbieter öffentliche Gebäude, Straßen, Wege und Plätze ohne Genehmigung der Kommunen fotografieren oder filmen und dann ins Internet stellen können! Hier brauchen wir klare Vorschriften, die regeln, dass derartige Aufnahmen für kommerzielle Zwecke nur mit Genehmigung der Kommunen zulässig sind. Gleiches muss für die Aufnahmen privater Gebäude gelten", erklärte der für Datenschutz zuständige Beigeordnete, Thorsten Bullerdiek, heute auf der CeBIT in Hannover. Einige Meter weiter präsentiert Google den kritisierten Dienst Street View.


Der Sprecher des Spitzenverbandes der kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Niedersachsen sieht die Bundesregierung in der Pflicht, möglichst schnell klare Regelungen zu treffen, damit die momentane Rechtsunsicherheit beseitigt wird. "Zudem ist es auch nicht vertretbar, dass diejenigen die Gebäude, Straßen, Wege und Plätze mit ihrem Geld unterhalten, keinen Cent sehen, wenn im großen Stil die Daten ihres Eigentums vermarktet werden", so Bullerdiek.

Im Februar hatte Google ein Rechtsgutachten präsentiert, in dem Street View "datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit" bescheinigt wurde. Offenbar ist dies aber nicht der einzige Kritikpunkt, dem sich der Suchmaschinenbetreiber in Deutschland stellen muss. Städte und Kommunen wollen offenbar ein Stückchen vom Kuchen abhaben, der mit Street View gebacken wird. Die zusätzlichen Einnahmen würden jetzt zur rechten Zeit kommen, denn der lange Winter hat vielen Straßen schwer zu schaffen gemacht. Die Kosten für die Behebung der Straßenschäden werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
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So ein Schwachsinn...
 
@Layor: aber richtig Schwachsinn. wer zahl denn dann Hauseigentümer aus deren Häuser z.B. durch Fotos von Strassenzügen oder ähnlichem publiziert werden?
 
@Layor: Kann ich mich nur anschließen. Schon allein der Mehraufwand an Verwaltungsarbeit wenn -dann zwingend- auch Fotografen von Zeitungen usw. erst eine Genehmigung brauchen. Und kennt ihr diese netten Luftaufnahmen vom eigenen Haus? (Eher in ländlichen Gegenden anzutreffen) muss der Kerl der die Macht dann auch erst eine Genehmigung einholen und Kohle abdrücken? Außerdem macht Google nur Gewinn durch die Anzahl der Klicks auf seine Seiten auf denen Werbung eingeblendet wird und nicht durch die reine Nutzung von Streetview/Googlemaps. Für mich ein klarer Fall für die "Dummschwätzerschublade". Das die Straßen in v.a. Westdeutschland unshcön aussehen, ist seit langem bekannt. Geld für die Sanierung hätten die Komunen mal lieber aus dem Auschwungpaket beantragt, anstatt Millionen Förderungen für Sportvereine rauszuhauen in deren Vorstand zufällig der Bürgermeister o.ä. sitzt. -Nichts gegen Sportvereine, aber wenndann Förderung für alle im gleichen Maße-.
 
@Layor: als nächstes müssen Künstler Gebühren zahlen, wenn sie ein Gemälde eines Gebäudes anfertigen, oder ist das etwa nicht kommerziell? Oder die Produktion eines Musikvideos, in welchem öffentliche Gebäude zu sehen sind. Wobei ich bei letzterem denen die Gebühren gönnen würde :D
 
[re:4] FFX am 04.03.10 14:13 Uhr
(-3
@Layor: Na, ich sehe da nicht unbedingt Schwachsinn drin, denn jeder muss zahlen, damit er die Straße nutzen kann (KFZ-Steuer). Dafür steht die Straße dann auch jedem zur Verfügung, um von A nach B zu kommen. Allerdings liegt bei dem Vorhaben von Google eine Sondernutzung der Verkehrswege vor, für die auch gezahlt werden muss. Was das Publizieren von Bildern mit Häusern und Personen angeht, so steht jedem frei, zivilrechtlich dagegen vorzugehen. Damit hat das Land / der Staat mal gar nichts zu tun. Und jetzt könnt ihr den Minus-Button drücken - Feuer frei. ;)


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