BSI: Sicherheits-Risiken durch Smartphones steigen

Sicherheit Die Lage im Bereich IT-Sicherheit hat sich im vierten Quartal weiter verschärft. Das stellte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem heute in Bonn veröffentlichten Lagebericht fest. "Cyberkriminelle nutzen neben Botnetzen, Spamversand und Phishing-E-Mails zunehmend Infiltration über Mobiltelefone und WLAN", sagte Stefan Ritter, Leiter des Nationalen IT-Lagezentrums im BSI. Der Funktionsumfang von modernen Smartphones wachse ständig und erweitere sich durch zusätzlich installierbare Anwendungen.

Allerdings stecken in den neuen Möglichkeiten und Funktionen auch Gefahren für die Sicherheit, so das BSI. Über Schnittstellen wie WLAN oder Bluetooth ist es für Kriminelle möglich, Schadsoftware auf das Smartphone zu spielen, wenn das Gerät nicht ausreichend geschützt ist.

Wie das BSI ausführte, sollten Smartphones in puncto Sicherheit wie PCs und Laptops behandelt werden. Das schließt beispielsweise regelmäßige Sicherheitsupdates und einen Antivirenschutz ein. Zusätzlich solle der Besitzer darauf achten, ob und wie das Gerät über WLAN, Bluetooth oder andere Schnittstellen mit der Außenwelt kommuniziert, und nach Möglichkeit alle drahtlosen Schnittstellen nur bei Gebrauch aktivieren.

Im vierten Quartal 2009 wurden außerdem verstärkt sicherheitsrelevante Ereignisse beobachtet, bei denen die Infrastruktur des Internets den Angreifern sowohl als Ziel wie auch als Verteilungsmedium diente. Die Attacken zeigen, dass auch das weltumspannende Kommunikationsnetz anfällig für Störungen ist - seien sie durch technische Probleme oder durch gezielte Sabotage-Akte verursacht.

So wurden beispielsweise im Fall des Dienstes Twitter DNS-Einstellungen manipuliert. Die Auswirkungen solcher Angriffe seien häufig weitreichend und die wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Firmen immens, hieß es. Dabei ist festzustellen, dass gerade Systemadministratoren zunehmend gezielt mit Phishing-Attacken bedacht werden, weil Angreifer an DNS-Zugangsdaten gelangen und so in Firmen- oder Behördennetzwerke eindringen wollen.

Bei der Verbreitung von Schadsoftware fielen im vierten Quartal 2009 personalisierte Spam-Mails mit Trojanischen Pferden auf, die nur schwer von echten E-Mails zu unterscheiden sind. Die Angreifer schützen sich dabei immer besser. Phishing-Mails an Facebook-Nutzer enthielten beispielsweise einen Link mit wechselnder Webadresse. Damit soll eine Sperrung der präparierten Webadressen verhindert werden.
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