Sperrlisten-Leak: Australien stellt Ermittlungen ein

Recht, Politik & EU Die australische Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen der im vergangenen Jahr öffentlich gemachten Sperrliste eingestellt. Man sucht derzeit nicht mehr weiter nach dem Täter, teilte die zuständige Behörde mit. Statt dessen will man sich darauf konzentrieren, dass die Übermittlung der Sperrlisten an die Internet-Provider stärker abgesichert wird. Dies erklärten die Vertreter der Australian Communications and Media Authority (ACMA) während einer Anhörung vor einem Senats-Ausschuss.

Die Sperrliste wurde im letzten Jahr auf Wikileaks veröffentlicht. Sie sorgte für einigen Wirbel, weil klar wurde, dass längst nicht alle Webseiten, zu denen der Zugang blockiert werden sollte, illegale Inhalte aufweisen. Das bestätigte nun auch die ACMA nach einer eigenen Prüfung.

Lediglich 51 Prozent der verzeichneten Adressen seien unter die so genannte "Refused Classification" (RC) gefallen, wie sie vom Gesetz bestimmt ist. Dies umfasst beispielsweise Angebote mit kinderpornographischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten.

40 Prozent der Adressen führten zu herkömmlichen Porno-Seiten, weitere 8 Prozent zu anderen Inhalten, die nicht für jugendliche freigegeben sind. Hinter einem kleinen Teil der aufgeführten URLs standen sogar gänzlich harmlose Webseiten, wie beispielsweise jene eines Zahnarztes, der von Gegnern der Sperrlisten seitdem immer wieder als Beispiel ins Feld geführt wird.

Um das Bekanntwerden der Listen zukünftig zu vermeiden, wird bei der Übertragung zukünftig eine stärkere Verschlüsselung eingesetzt. Außerdem werden die Sicherheits-Maßnahmen bei den Providern, mit denen ein weiterer Leak verhindert werden soll, verstärkt.
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