FCC will US-Provider zu 100 Mbit für alle verpflichten

Breitband Die US-Telekommunikationsbehörde FCC will die Provider des Landes verpflichten, bis zum Jahr 2020 alle Haushalte mit Internet-Anbindungen zu versorgen, die mindestens 100 Megabit pro Sekunde schnell sind. Das berichtete die US-Wirtschaftszeitung 'Internation Business Times' heute. Binnen zehn Jahren sollen 100 Millionen Haushalte der USA vollständig auf eine solche Bandbreite aufgerüstet sein, habe Julius Genachowski, Chef der Behörde, seine Pläne ausgeführt.

Allerdings halten verschiedene Telekommunikationsunternehmen dies für unrealistisch. Immerhin läge derzeit allein der Durchschnitt gerade einmal bei 4 Megabit pro Sekunde. Vor allem im ländlichen Raum sind die Verbindungen noch deutlich langsamer und hier stünden entsprechend hohe Investitionen an.

"100 Megabit sind nur eine Wunschvorstellung", erklärte Edward Mueller, Chef von Qwest Communications. Sein Unternehmen können eine solche Zielsetzung nicht schaffen. Er gehe auch nicht davon aus, dass die Internet-Nutzer solch schnelle Verbindungen überhaupt benötigen würden.

Auch seitens AT&T, des größten Telekommunikationskonzerns der USA, verwahrte man sich gegen eine solche "extreme Form der Regulierung". Sollte die FCC an ihren Plänen festhalten, würde das Investitionen eher gefährden als fördern. Verizon schloss sich dem hingegen nicht an - immerhin gehört dem Konzern bereits eines der technisch besten Netze in den USA und 100-Megabit-Anbindungen für Privathaushalte per Glasfaser wurden bereits jetzt erfolgreich getestet.

Die Verpflichtung auf die Geschwindigkeitsmarke soll in den National Broadband Plan der FCC einfließen. Dieser soll im März verabschiedet werden.
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