 Die US-amerikanische Strafverfolgungsbehörde FBI hat erklärt, dass man Internetprovider dazu bewegen will, die besuchten Websites ihrer Kunden für zwei Jahre zu speichern. Laut FBI Director Robert Mueller sollen Herkunft und Ziel der Surfer gespeichert werden.
Greg Motta von der Abteilung für digitale Beweise erklärte, dass die Strafverfolgungsbehörden schon lange Zeit die Möglichkeit haben, Verbindungsnachweise von Telekom-Unternehmen einzufordern. Darin sind Name, Adresse, eingehende- und ausgehende Anrufe sowie Datum, Uhrzeit und Länge des Anrufs enthalten. Die Protokollierung der besuchten Websites wäre der nächste logische Schritt, berichtet ' Cnet'.
Motta machte am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Online Safety and Technology Working Group deutlich, dass das FBI nicht den Inhalt der Online-Kommunikation einfordert. Es ist allerdings unklar, wie viele Informationen das FBI benötigt. Der Domainname würde sich für die Provider noch recht einfach speichern lassen, für eine vollständige URL müsste allerdings eine aufwändigere Analyse der übertragenen Datenpakete vorgenommen werden. Hier könnten die Unternehmen mit anderen Gesetzen in Konflikt geraten.
Der Anwalt John Seiver, der diverse US-amerikanische Kabelanbieter vertritt, erklärte in einer Stellungnahme, dass einer seiner Klienten Erfahrung mit dem Speichern von aufgerufenen URLs hat. Demnach müssten allein 18 Millionen Anfragen pro Stunde gespeichert werden. Auf die Provider würde ein enormes Datenaufkommen zukommen.
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