Verbraucherschützer warnen vor Live-Auktionen
Diese finde man unter Namen wie Swoopo, Idasworld, Hammerdeal und Vipauktion. Einzelne Auktionshäuser wie Swoopo berufen sich den Angaben zufolge mittlerweile auf mehr als 2,5 Millionen registrierte Nutzer. Monatlich würden dort 10.000 Produkte, überwiegend Technik, versteigert.
Der entscheidende Unterschied zu üblichen Einkaufs- und Versteigerungsportalen wie etwa eBay: Während bei den Internet-Klassikern das Bieten kostenlos ist, kassieren die Neulinge für jedes Gebot ab: Mal sind es 10 Cent, meistens jedoch 50 Cent.
Die Verbraucherzentrale hat vier Anbieter genauer untersucht. Bei allen zeigte sich, das zwar das zeitliche Ende einer Auktion angekündigt wird, jedes Gebot den Schluss aber um bis zu 20 Sekunden herausschiebt. Obwohl Schnäppchenjägern beispielsweise bei Swoopo die Einblendung "Ende in wenigen Sekunden" angezeigt wird, kann die Versteigerung noch über Stunden weiterlaufen.
Die Verbraucherschützer beobachteten, dass die Nutzer so zur Abgabe zahlreicher kostenpflichtiger Gebote getrieben werden. Einige gaben zwischen 5 und 250 Euro aus und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Hinzu kommt, dass die vermeintlichen Schnäppchen gar keine sind. Alle 40 von der Verbraucherzentrale verglichenen Direktkauf-Artikel erwiesen sich bei Preisrecherchen als teurer als bei der Online-Konkurrenz.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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