 Auf den Systemen des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) ist laut einem Artikel von ' Spiegel' eine Software im Einsatz, die zu illegalen Zwecken, beispielsweise zur Spionage von Mitarbeitern, missbraucht werden könnte.
Dies sei angeblich möglich, ohne Spuren auf den Systemen zu hinterlassen. Im Dezember des vergangenen Jahres führten die Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit aus Hamburg eine Überprüfung im UKE durch und kamen dabei zu diesem Ergebnis. In einem Prüfbericht an die Leitung des Klinikums wurde angeblich festgehalten, dass die zuständigen System-Administratoren ohne eine Erlaubnis der Benutzer auf ihre Systeme und auf alle vorhandenen Daten zugreifen können.
Zugleich wurde die Leitung der Klinik dazu aufgefordert, diese Software bis zum 9. Februar entsprechend den gültigen Datenschutzbestimmungen anzupassen. Sollte dies nicht möglich sein, so sollte die Software ersetzt werden, teilte Johannes Casper, der Chef der Hamburger Datenschutzbehörde mit.
Ausgelöst wurde die Überprüfung durch einen Vorfall während einer Führungskräfte-Tagung am 30. Oktober 2009. In einer Stellungnahme zitierte Klinikchef Jörg F. Debatin einen Arzt, der sich vertraulich an Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft wendete.
Über einen Anwalt ließ das UKE mitteilen, dass die Belange des Datenschutzes in vollständiger Form berücksichtigt seien. Die technische Anpassung einzelner Softwarekomponenten habe man in Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten ausnahmslos umgesetzt.
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