Firefox: Trojaner kam über offizielle Addon-Seite

Sicherheitslücken Die Rechner einiger tausend Nutzer des Open Source-Browsers Firefox wurden mit Malware infiziert, die über zwei Addons verbreitet wurde. Das hat Mozilla, unter deren Dach der Browser entwickelt wird, nun bestätigt. Die infizierten Zusatzmodule wurden über die offizielle Download-Seite für Addons verbreitet. Inzwischen habe man sie aus der Datenbank entfernt, hieß es. Sowohl der Sothink Web Video Downloader 4.0 also auch das Plugin Master Filer beinhalteten einen Trojaner, der Windows-PCs übernimmt.

Die beiden Addons konnten über den "Experimental"-Bereich heruntergeladen werden. Dort laufen alle neueren Module auf, die noch nicht den öffentlichen Prüf-Prozess durchlaufen haben. Um die Software aus diesem Teil der Datenbank installieren zu können, müssen Nutzer gesondert zustimmen.

Die betroffenen Fassungen von Master Filer wurden insgesamt 600 mal heruntergeladen, bevor die Infektion entdeckt und der Download deaktiviert wurde. Für den Sothink Web Video Downloader 4.0 verzeichnete man insgesamt rund 4.000 Downloads.

Laut Mozilla durchlaufen alle hochgeladenen Plugins einen automatisierten Check durch Virenscanner. Diese hätten aber in diesen beiden Fällen versagt. Entdeckt wurde die Malware, nachdem man ein zusätzliches Prüfverfahren installierte und auch alle älteren Addons noch einmal scannen ließ.

Mozilla empfielt Nutzern, die eines der beiden Addons geladen haben, dieses zu deinstallieren. Zusätzlich sollte die Festplatte mit einem aktuellen Virenscanner überprüft werden.
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