Telekom prüft teilweise Trennung von T-Mobile USA

Wirtschaft & Firmen Die Deutsche Telekom plant offenbar eine teilweise Trennung von ihrer Tochter T-Mobile USA. Das berichtete das renommierte 'Wall Street Journal' unter Berufung auf informierte Kreise.

Demnach prüft man in dem Konzern, den viertgrößten Mobilfunkbetreiber der USA an die Börse zu bringen. Dafür wurden bereits Verhandlungen mit mehreren Banken, darunter die Deutsche Bank, geführt, hieß es. Aber auch ein teilweiser Verkauf an einen oder mehrere Partner steht dem Vernehmen nach zur Debatte.


Hintergrund der Überlegungen ist die Unzufriedenheit der Aktionäre mit der aktuellen Situation. T-Mobile USA gelingt es derzeit nicht, gegenüber den größeren Konkurrenten Boden gut zu machen. Im Gegenteil: Die Kundenzahlen gingen zuletzt zurück, was vor allem an der mangelhaften Qualität des Netzes liegt.

Spielraum für größere Investitionen für die Verbesserung der Infrastruktur in den USA hat die Telekom kaum. Auch die Erhöhung der Kapazitäten durch den Zukauf kleinerer Anbieter ist nicht möglich, da diese in der Regel andere Technologien einsetzen. So wäre ein Börsengang wohl die beste Möglichkeit, Geld in die Kassen von T-Mobile USA zu bringen und den Netzausbau zu finanzieren.
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Die Mobilfunknetze in den USA, entsprechen in großen Gebieten qualitativ denen des ehemaligen, europäischen Ostblocks. Und damit ist nicht bloß der dünn besiedelte, mittlere Westen gemeint. Wer schon einmal im Großraum San Diego oder San Francisco versucht hat, per Mobiltelefon zu telefonieren, der weiß wovon ich spreche. Die Sprachqualität ist wirklich übel, übel, übel - auch bei den großen Anbietern wie AT&T. Und von flächendeckendem 3G, wie es in Westeuropas Ballungsräumen weitestgehend längst realisiert ist, ist man auch noch sehr weit entfernt. Trotz iPhone und Co. Aber die Infrastruktur ist eben in den USA grundsätzlich total marode, egal ob Straßen, Wasserleitungen oder Mobilfunk. Das kommt dabei raus, wenn man meint Steuern zu bezahlen, um grundlegende Dinge der Gemeinschaft zu finanzieren, wäre "uncool". Andererseits hat man hierzulande ja mittlerweile auch diesen Weg eingeschlagen und privatisiert Infrastruktur bis zum Abwinken.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Absolut richtig. Aber T-Mobile hätte hier durch die starke Position (und Finanzmittel) in Europa die Möglichkeit in den USA Marktanteile zu gewinnen, dafür müssten sie aber ganz massiv in das Netz investieren. Investitionen scheint man aber bei T-Mobile grundsätzlich zu scheuen. Sonst könnten sie evtl. sogar AT&T überholen und wären dann der Nr. 1 GSM-Betreiber.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Der Privatisierungswahn ist in der Tat zu verurteilen. Ist das doch oftmals nur eine kurzfristige Geldquelle, für kommunale Haushalte etwa.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Was bitte ist ein "Ostblock"?
 
@emantsol: Wenn du in Richtung Norden stehst, dann schau mal nach rechts.


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