Betriebsspionage bei Samsung: Erste Festnahmen

Wirtschaft & Firmen Am gestrigen Mittwoch hat die Polizei der südkoreanischen Hauptstadt Seoul zwei hochrangige Mitarbeiter des Unternehmens Applied Materials festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Betriebswissen von Samsung an den Konkurrenten Hynix weitergegeben zu haben.

Auch bei Hynix soll es eine Festnahme gegeben haben, berichtet der 'Korea Herald'. Applied Materials stellt die Fertigungsanlagen für Samsung und Hynix. Die beiden Mitarbeiter sollen zwischen März 2005 und Dezember 2009 Samsung ausspioniert haben. Die Erkenntnisse über die Technologien sollen sie dann an Hynix weitergegeben haben.


Es soll sich um Informationen über den Produktionsprozess von DRAM- und NAND-Chips gehandelt haben. Damit konnte Hynix die Kosten für die Produktion senken und die Effizienz steigern. Die beiden Mitarbeiter waren am Aufbau der Produktionsanlagen für Samsung beteiligt und sollen somit das Wissen gesammelt haben.

Samsung beziffert den direkten Schaden auf rund 63 Millionen Euro. Indirekt könnte aber ein weitaus größerer Schaden entstanden sein. Hynix erklärte in einer Stellungnahme, die gestohlenen Informationen nicht genutzt zu haben. Gleichzeitig forderte man die Staatsanwaltschaft auf zu untersuchen, ob auch Hynix Opfer der Betriebsspionage wurde.
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Und wo ist da jetzt der Unterschied zu den getohlenen Daten der Credit Swiss, die jetzt der Finanzminister für 2,5 Mio Euro ankaufen will? Ist Helerware aus Betriebsspionage! Dürfte der Bank einen riesen Imageschaden und somit Umsatz- und Gewinnverlust bescheren. Wird der Finanzminister auch festgenommen?
 
@mgg2000: Da kannst du lange warten, gegen den Finanzminister wird wahrscheinlich nach dem Datenkauf noch nicht einmal ermittelt werden. Aber wenn irgendwelche "Hacker" in der Zukunft möglicherweise mal wieder hier in Deutschland "wichtige Daten" stehlen, wird die Empörung in Berlin natürlich gross sein. Ich kann mich irgendwie noch daran erinnern, dass sich vor einiger Zeit der Innenminister Schäuble noch über Wirtschaftsspionage durch Hacker beklagte.
 
Betriebsspionage in der Entwicklungsabteilung für Software im Bereich Handys wird sich anscheinend auch weniger lohnen, denn hier versorgt Samsung seine Kunden bisher außer mit vollmundigen Werbeversprechen weder mit aktuellen Firmwares, noch mit aktueller Software (NPS) für Handyabgleich / Firmwareupgrades. Hauptsache immer neue Modelle verkaufen , jedoch die Bestandskunden nicht weiter versorgen. Auf den lange versprochenen App (Market) Store warten zudem weiterhin einige Kunden vergeblich! Auch wenn wieder mal alle auf Apple schimpfen, im Bereich Apps, Firmware etc. verhalten die sich weitaus kundenfreundlicher. Ich bedaure nach einer günstigen IPhone Alternative gesucht und diese mit dem Samsung Jet gedacht gefunden zu haben! Hilfestellung erhält man teilweise aus freien Userforen, leider aber nicht von Samsung selbst.


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