Betriebsspionage bei Samsung: Erste Festnahmen
Am gestrigen Mittwoch hat die Polizei der südkoreanischen Hauptstadt Seoul zwei hochrangige Mitarbeiter des Unternehmens Applied Materials festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Betriebswissen von Samsung an den Konkurrenten Hynix weitergegeben zu haben.
Auch bei Hynix soll es eine Festnahme gegeben haben, berichtet der 'Korea Herald'. Applied Materials stellt die Fertigungsanlagen für Samsung und Hynix. Die beiden Mitarbeiter sollen zwischen März 2005 und Dezember 2009 Samsung ausspioniert haben. Die Erkenntnisse über die Technologien sollen sie dann an Hynix weitergegeben haben.
Es soll sich um Informationen über den Produktionsprozess von DRAM- und NAND-Chips gehandelt haben. Damit konnte Hynix die Kosten für die Produktion senken und die Effizienz steigern. Die beiden Mitarbeiter waren am Aufbau der Produktionsanlagen für Samsung beteiligt und sollen somit das Wissen gesammelt haben.
Samsung beziffert den direkten Schaden auf rund 63 Millionen Euro. Indirekt könnte aber ein weitaus größerer Schaden entstanden sein. Hynix erklärte in einer Stellungnahme, die gestohlenen Informationen nicht genutzt zu haben. Gleichzeitig forderte man die Staatsanwaltschaft auf zu untersuchen, ob auch Hynix Opfer der Betriebsspionage wurde.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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