 Das Portal-Betreiber AOL hat zum ersten Mal seit Langem wieder als eigenständiges Unternehmen Bilanzen vorgelegt und konnte dabei zumindest einen kleinen Gewinn vermelden.
Erst im Dezember hatte der langjährige Mutterkonzern Time Warner sich endgültig von der Firma getrennt und diese an die Börse gebracht. Nun konnte AOL einen Nettogewinn von 1 Million Dollar ausweisen. Das ist nicht besonders viel - angesichts des Verlustes von 2 Milliarden Dollar vor einem Jahr aber ein gewaltiger Fortschritt.
Der Umsatz lag mit 810 Millionen Dollar aber 17 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Daran sind vor allem weiter sinkende Werbeeinnahmen schuld. Hintergrund ist der anhaltende Verlust von Kunden aus den noch verbliebenen Teilen des Zugangsgeschäftes. So fällt es AOL immer schwerer, Anwender auf das eigene Portal zu leiten.
Das Unternehmen war einstmals der größte Anbieter von Internet-Zugängen weltweit. Allerdings ruhte man sich auf den enormen Kundenzahlen aus und verschlief letztlich den Umstieg auf das Geschäft mit Breitband-Zugängen. Deshalb blieb nicht anderes übrig, als sich auf das eigene Portal zu konzentrieren. AOL-Chef Tim Armstrong kündigte an, den Umbau des Unternehmens in diese Richtung weiterzuführen.
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