 In Berlin hat heute der Europäische Polizeikongress begonnen. Für einen IT-Sicherheitsexperten, dessen Firma ihm ein reguläres Ticket gekauft hat, ist die Veranstaltung aber bereits vorbei.
Immerhin 895 Euro kostet die Eintrittskarte für Vertreter von Firmen. Als der Innenstaatssekretär Ole Schröder seine Eröffnungsrede hielt, wurde der Betroffene von den Veranstaltern aus dem Saal eskortiert, berichteten verschiedene Blogs und die ' Tageszeitung'.
Als Grund für den Rauswurf gab man lediglich die Mitgliedschaft des Sicherheitsexperten im Chaos Computer Club (CCC) an. Offenbar steht die Maßnahme dabei im Zusammenhang mit einem recht seltsamen Artikel, der von einem Unbekannten auf der Plattform ' Indymedia' veröffentlicht wurde.
Der Verfasser, der sich als "Autonome Hacker" bezeichnet, behauptete dort, man habe das Berliner Congress Center (BCC) mit versteckten Videokameras verwanzt, um das Geschehen auf dem Polizeikongress beobachten zu können. Die Kameras sollen demnach während des 26. Chaos Communication Congresses (26C3), dem Jahreskongress des CCC, installiert worden sein, als dieser kurz nach Weihnachten ebenfalls im BCC stattfand.
Allerdings wäre eine solche Aktion kaum sinnvoll. Immerhin handelt es sich bei dem Polizeikongress nicht um eine Veranstaltung hinter verschlossenen Türen. Eine ganze Reihe von Pressevertretern ist akkreditiert und berichtet von dem Kongress. Immerhin genügte nun wohl die Wortmeldung eines mutmaßlichen Wichtigmachers, um ein CCC-Mitglied ohne besonderen Grund vor die Tür zu setzen.
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