eBay will mit strengeren Regeln die Qualität steigern
Die Betreiber der Online-Auktionsplattform eBay haben eine Reihe neuer Regelungen vorgestellt. Unter anderem fällt der im vergangenen Jahr verpflichtend eingeführte Gratisversand von bestimmten Artikeln wieder weg.
Allerdings haben die Betreiber von eBay nun eine Obergrenze für die Versandkosten festgelegt. Abhängig von der Art des Versandes habe man sich den eigenen Angaben zufolge an den gängigen Preisen der deutschen Versanddienstleister orientiert und dementsprechend die Preise festgelegt.
Ein Päckchen darf nun nicht mehr als sieben Euro, eine Waren- oder Bücher-Sendung nicht mehr als zwei Euro und ein Brief nur noch 2,50 Euro kosten. Die eBay-Sprecherin Maike Fuest sagte gegenüber 'Focus', dass man den Mitgliedern sehr genau zugehört habe. Während die Käufer von dem kostenlosen Versand begeistert waren, zeigten sich hingegen die Verkäufer sehr belastet. Mit diesem Schritt habe man nun versucht, einen Mittelweg zu finden, heißt es.
Um die Servicequalität dauerhaft sicherzustellen und den gestiegenen Erwartungen des Markts gerecht zu werden will eBay ab April an den Anforderungen der Verkäufer schrauben. Diesbezüglich dürfen die Verkäufer nur eine geringe Anzahl an detaillierten Bewertungen mit nur einem oder zwei von fünf möglichen Sternen erhalten. Zusätzlich zur eigentlichen Bewertung können Käufer einige weitere Faktoren genauer mit diesen besagten Sternen bewerten.
Im Hause eBay ist man der Meinung, dass Käufer in der Regel weniger dazu bereit sind einen Artikel zu erwerben, wenn der Verkäufer weniger als 50 Bewertungen erhalten hat. Aus diesem Grund müssen neue eBay-Mitglieder künftig PayPal als eine zusätzliche Zahlungsoption anbieten. Sollte es zu Problemen mit den Neuverkäufern kommen, so will eBay den Kaufpreis erstatten. Letztlich will man auf diese Weise die Kunden besser absichern.
Ab April wird es zudem eine Änderung am Powerseller-Programm geben. Innerhalb von 12 Monaten müssen Verkäufer künftig mindestens 100 Transaktionen vorweisen. Bislang mussten über 300 Artikel monatlich in drei aufeinanderfolgenden Monaten verkauft werden. Und auch den notwendigen Bruttoumsatz für Powerseller will eBay von 3000 Euro pro Monat auf 2500 Euro senken.
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