UK: Abkehr vom IE bringt nicht mehr Sicherheit

Sicherheitslücken In Großbritannien will man der Auffassung deutscher und französischer Behörden über die Unsicherheit von Microsofts Internet Explorer nicht folgen. Ein Wechsel auf andere Browser wird nicht empfohlen.

Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage an den zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär des Innenministeriums, Lord West of Spithead, hervor. "Es gibt keinen Beleg dafür, dass ein Wechsel von der letzten, voll gepatchten Version des Internet Explorers auf andere Browser einen Zugewinn an Sicherheit bringt", erklärte dieser.


Das regelmäßige Einspielen von Updates helfe bei der Abwehr von Gefahren. Auch nach dem Auftauchen der letzten größeren Sicherheitslücke hat Microsoft nach Ansicht der Verantwortlichen in der britischen Regierung schnell genug einen Patch zur Verfügung gestellt.

Der Staatssekretär verwies außerdem darauf, dass insbesondere die Nutzer in den britischen Behörden an ihren Arbeitsplätzen mit zusätzlichen Systemen geschützt werden, die einem privaten Anwender so nicht zur Verfügung stehen. Dies beinhalte Tools, die aktiv nach Hinweisen auf Malware suchen.
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Nachvollziehbar ist das, denn jeder Browser hat Sicherheitslücken, die aber meist nur dann ausgenutzt werden, wenn es "erfolgsversprechend" ist, sprich: Der Verbreitungsgrad entsprechend hoch ist. Im Übrigen muss ich auch sagen, dass die größte Sicherheitslücke nicht im System, sonderm vor dem System zu suchen ist. Leider gibt es immer noch Leute, die jeden Sch.... öffnen und sich dann wundern, dass man sich was eingefangen hat.
 
@FFX: Beim Windows kann man den IE deaktivieren. Muss dann reskieren das manche Software nicht mehr läuft, oder so nicht so wie es eigentlich sollte. Nur, sollte ein Virus oder sowas auf Lücken im IE zugreifen, hilft auch ein deaktivierter IE wenig.
 
@FFX: "V*agra, P*nisverl... muss ich hier jetzt drauf drücken oder was?". Leider traurige Wahrheit. Habe ja auch schonmal geschrieben die Hemmschwelle Produkte zu aktualisieren (AV, OS) ist hoch, aber die Hemmschwelle auf Spam / Banner / Anhänge zu klicken ist Vergleichsweise sehr gering.
 
@FFX: Stimmt nicht ganz... bin bei einem Web-Hoster und wir hatten durch die Fehler im IE in der letzten Zeit des öffteren Anfragen wegen gehackter Seiten. Dabei musste man nix runter laden, es hatte gereicht eine infizierte Seite zu besuchen und schon war der Trojaner auf dem Rechner. Dieser hatte dann FTP-Passwörter ausgelesen und die dahinter liegenden Seiten auch wieder infiziert. Der Staatssekretär scheinbar keine Ahnung, da dieser Fehler erst nach 5 Monaten gefixt wurde. Da nützt Ihm dann sein Update auch nicht mehr viel, wenn er fast nen halbes Jahr ungeschützt war. Aber die werden schon wissen was du tun... Aber war es nicht auch ein Brite der ne Liste mit Steuerhinterziehern hat? Diese Liste ist bestimmt von ganz alleine und ohne sein zutun zu Ihm gekommen. Es war sicherlich keine Lücke im System über die er die Daten bekommen hat.
 
@derberliner06: Und was hat das nun mit dem Kommentar von FFX zu tun? Erstmal: Wenn eine Seite gehackt wird, dann liegt das nicht am IE, also dem Browser, sondern am Hoster der Seite (Serversoftware, Verschlüsselungen etc.). Zweitens lädt man automatisch beim Besuch der Seite Daten runter (Bilder, Code, Flashs usw.). Diese Daten werden dann auch gespeichert, bis sie gelöscht werden (zum Beispiel, wenn man den Browser schließt). Drittens gibts solche Fehler nicht nur im IE, sondern auch im Firefox, Opera, Safari, Chrome und wie sie alle heißen. Es ist wie mit Windows und Linux. Das was am populärsten/verbreitesten ist, wird angegriffen, weil die Erfolgsquote dort höher ist. Darum tauchen ja beim Firefox auch immer mehr Fehler auf, weil sich der Marktanteil sehr vergrößert hat. Und viertens und letztens: Wenn die Leute nicht auf jeden Link klicken würden und wenn jeder sein System aktuell halten würde, wäre die Surfsicherheit auch weniger gefährdet. 100%igen Schutz gibt es nur, wenn man tot ist, denn dann ist einem ja eh alles egal.


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