Amazon kritisiert erneut Googles Buchdigitalisierung

Wirtschaft & Firmen Gegen das Vorhaben von Google, Bücher zu digitalisieren und im Internet zur Verfügung zu stellen, erhebt der US-amerikanische Online-Einzelhändler erneut Einwände. Amazon fordert diesbezüglich, dass dieser Deal gekippt wird. Andernfalls würde man dem Internetkonzern zu einer Monopolstellung verhelfen. Hierbei sei auch der Einigungsvorschlag zwischen Google und US-amerikanischen Autoren sowie Verlegerverbänden nicht hinnehmbar. Ferner solle das New Yorker Gericht, vor dem dieser Fall verhandelt wird, den Vorschlag ablehnen, teilte Amazon mit.

Laut Amazon würde sich Google beispielsweise bei Büchern, deren Rechteinhaber oder Urheber nicht mehr auffindbar sind, Exklusivrechte sichern. Infolgedessen ist das Thema Google Books auch für die deutsche Buchbranche nach wie vor interessant. Mehrere deutsche Werke seien inzwischen im US-Copyrightregister eingetragen, teilte 'Pressetext' mit.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels (BDB) kritisierte dabei in erster Linie, dass Google die als vergriffen eingestuften Bücher ohne Zustimmung der Autoren oder Verlage in den USA nutzen dürfte.

Im Übrigen fühlen sich die Wettbewerber auf diesem Gebiet benachteiligt, da Google durch eine Übereinkunft mit Bibliotheken und Universitäten Zugang zu Millionen von Büchern erhält.
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