Siemens lizensiert Microsofts Gesundheitssoftware

Microsoft Microsoft und der deutsche Siemens-Konzern haben ein Lizenzabkommen geschlossen, in dessen Rahmen Siemens Microsofts Gesundheitssoftware HealthVault in Deutschland einführen wird. Es ist der erste derartige Vertrag für den deutschen Markt.

HealthVault wird als Plattform für "persönliche Gesundheits-Applikationen" bezeichnet und ermöglicht dem Nutzer, die Speicherung von Gesundheitsinformationen im Internet. Der Anwender kann zum Beispiel Angaben zu Impfungen, Krankheitsverläufen und Verschreibungen in einem Online-System hinterlegen.


Auf Basis von HealthVault, das Siemens exklusiv für den deutschen Markt anbieten soll, will das Unternehmen die Verknüpfung diverser Systeme ermöglichen, um Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und sogar Fitness-Centern einen einfachen Zugriff auf die Gesundheitsdaten ihrer Patienten beziehungsweise Kunden zu geben.

Die Daten werden auf zusätzlich gesicherten Servern in Rechenzentren von Siemens gespeichert. Der Nutzer kann stets selbst entscheiden, welche Informationen er an wen weitergeben oder überhaupt speichern will. Das System kann mit Daten aus diversen Quellen gefüttert werden.

Neben der manuellen Eingabe können auch bestimmte zertifizierte Geräte zum Erfassen von Daten wie etwa Blutdruckwerten verwendet werden. Sowohl Microsoft, als auch Siemens legen nach eigenem Bekunden hohen Wert auf die Sicherheit der Daten der Nutzer und den Schutz ihrer Privatsphäre.

Weitere Informationen: Microsoft HealthVault
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"Sowohl Microsoft, als auch Siemens legen nach eigenem Bekunden hohen Wert auf die Sicherheit der Daten der Nutzer und den Schutz ihrer Privatsphäre." - Wers glaubt wird seelig.. so ein SCHWACHSINN! -.-'''
 
@chill0r: Richtig, beim Thema Gesundheit will ich absolute Vertraulichkeit und nicht die Abhängigkeit von einem Computersystem! Stimme auch völlig mit Uechel (s.u.) überein.
 
@m.schmidler: Ja klar, absolute Vertraulichkeit. Übrigens, mein Nachbar hat Tripper, weiß ich von der Sprechstundenhilfe, ist ne gute Bekannte. Du ahnst ja garnicht, wie mein anderer Nachbar reagiert hat, als ich dem das erzähl hab... Wach auf, nicht die Software ist das Problem, sondern die Menschen, die sie bedienen.
 
Hört sich doch zunächst gut an..oder?
 
@der_Cox: Nein ! Das hört sich nicht gut an ! Erstens kommt die gleiche Problematik zum Tragen wie bei der Gesundheitskarte, nur daß HealthVault vielleicht zur Zeit NOCH auf mehr Freiwilligkeit basiert. Aber sind die Daten erstmal da, werden sie wohl auch fleißig und mit großem Interesse genutzt. Wer sagt Dir, daß die Einstiegsbedingungen, die bei Einführung gelten auch noch in fünf Jahren gelten. Wer sagt Dir, daß Anbieter (z.B. Versicherer) nicht auf diese Daten zugreifen wollen und sei es auf dem Wege der "Freiwilligkeit" nach dem Motto, stimmen sie einer Einsichtnahme zu ? Wenn ja, dann prüfen wir, wenn nein, keine Leistung. Dies gilt möglicherweise genauso für Arbeitsverhältnisse (neue oder bestehende bei öfterer Krankheit). Oder auch bei berechtigten und erst recht unberechtigten polizeilichen Ermittlungen. Die Beispiele der Gefährlichkeit solcher Sammlungen von ganz persönlichen Daten ließe sich endlos fortsetzen, insbesondere auch noch in Kombination mit anderen Datenbanken. Deshalb : Finger weg ! Keine freiwilligen Angaben !


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