Kein Zugriff für Schurkenstaaten auf SourceForge

Internet & Webdienste Die Betreiber der Plattform SourceForge haben verkündet, dass ab sofort keine Nutzer aus sogenannten Schurkenstaaten mehr Zugriff auf das Angebot haben. Diese Staaten befinden sich auf unterschiedlichen Sperrlisten der US-Regierung. Seit der letzten Woche können daher keine Nutzer aus Kuba, Nordkorea, dem Iran, dem Sudan und Syrien mehr auf das Angebot von SourceForge zugreifen.

Grundsätzlich gefallen den Betreibern dieser Webseite keinen Einschränkungen des freien Informationsflusses. Trotzdem leben auch sie in der Realität und sind aus diesem Grund gezwungen, sich den Gesetzen des Landes zu beugen. Andernfalls würden Geldstrafen und Gefängnis drohen, heißt es dazu auf dem 'Blog'.

Ein Zugang aus den angesprochenen Staaten ist seit letzter Woche nicht mehr möglich. Inwiefern diese Blockade jedoch für das technisch versierte Publikum ein Problem darstellt, bleibt an dieser Stelle fraglich.

Die Betreiber der nach eigenen Angaben zufolge größten Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software im Internet haben selbst erst einige Tage nachdem diese Sperre in Betrieb genommen wurde, eine offizielle Ankündigung gemacht.

SourceForge verfügt momentan über zwei Millionen angemeldete Benutzer und über mehr als 230.000 Projekte. Dazu gehören beispielsweise der Audioeditor Audacity und das Filesharingsystem BitTorrent.
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