 Die australische Regierung hat eine Richtlinie auf den Weg gebracht, die Providern neue Möglichkeiten in der Bekämpfung von Botnetzen einräumt. Die Nutzer infizierter Rechner müssen damit rechnen, vom Internet abgeklemmt zu werden.
Eine Initiative der Fest- und Mobilfunk-Netzbetreiber Australiens unter Beteiligung von Facebook, Google und Microsoft hatte sich dafür stark gemacht. Die Unternehmen sahen die Notwendigkeit zu handeln, nachdem das Land als drittgrößter Standort von gekaperten PCs weltweit identifiziert wurde, berichtete die Tageszeitung ' The Australien'.
Gemäß der Richtlinie sollen Provider zukünftig im ersten Schritt versuchen, den jeweiligen Anschluss-Inhaber zu kontaktieren. Dieser soll aufgefordert werden, das Problem zu beseitigen. Parallel wird es bereits möglich sein, die Bandbreite zu drosseln, um den Versand von Spam beispielsweise erst einmal zu bremsen.
Behebt der jeweilige Nutzer das Problem nicht in einem angemessenen Zeitrahmen, kann der Anschluss komplett stillgelegt werden. Dies soll aber die Ausnahme bleiben - etwa wenn der Anwender sich weigert, Antiviren-Software zu installieren oder sein System bereits die Infrastruktur massiv stört.
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