Sammelklage wegen Bezahlsystem von Xbox LIVE

Xbox 360 Ein Anwalt aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania hat eine Sammelklage gegen Microsoft gestartet, weil Microsoft seiner Auffassung nach die Kunden beim Kauf der so genannten "Microsoft Points" für den Erwerb von Inhalten auf Xbox Live betrügt.

Angeblich hat Microsoft durch ein fehlerhaftes Download-System absichtlich Mehreinnahmen generiert, weil man den Kunden Microsoft Points berechnete, ohne dass sie dafür die erwünschte Gegenleistung erhielten, weil die Downloads der Inhalte unerwartet scheitern, berichtet 'InformationWeek'.


Die Microsoft Points sind eine Art virtuelle Währung, die zum Kauf von Medien- und Spieleinhalten auf Xbox LIVE dient. Der Kunde kauft zunächst ein Punktekontingent, das er wiederum zum Einkauf über Xbox LIVE verwenden kann. Das System ist häufig Ziel von Kritik.

Der klagende Anwalt sucht nun nach weiteren Geschädigten, die sich an seiner Sammelklage gegen Microsoft beteiligen wollen. Seiner Einschätzung nach soll es noch Hunderte weitere Betroffene geben. Ob sein Vorhaben Erfolg haben wird, ist fraglich. Der Anwalt fiel in der Vergangenheit bereits mehrfach mit fragwürdigen Klagen gegen Großfirmen auf, darunter auch der Werbekonzern und Suchmaschinenbetreiber Google.

Microsoft überlegt unterdessen bereits, ob das Punktesystem künftig weiterhin Bestand haben soll. Gegenüber dem Spieleportal G4TV erklärte Xbox Product Manager Aaron Greenberg jüngst, dass man über eine Umstellung auf die direkte Bezahlung der Inhalte mit echtem Geld nachdenkt.
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Im Grunde genommen ist das Ganze ja schon richtig, denn das Bezahlsystem mit den Microsoft Points ist nicht so wirklich transparent. Da sieht es bei Sony schon anders aus, denn da sind 4,99 auch wirklich 4,99 €. Bei MS hingegen ist es aufgrund der Preisunterschiede für Microsoft Points so, dass mann gar nicht weiß, wie viel ein 400 MS Points Addon für ein Spiel wirklich kostet. Wobei ich persönlich auch noch mal sagen muss, dass das Prinzip mit den MS-Points so gar nicht verkehrt ist, wenn es denn für die Kunden durchschaubar wäre und die Preise wirklich einheitlich wären und man nicht bei einem Anbieter für 800 Points 8,99, bei einem anderen 9,99 und bei wieder einem anderen gleich 12,99 bezahlen müsste. Wenn die schon mit MS Points weiterhin arbeiten wollen, denke ich, dass die das so machen sollten, dass z.B. 400 MS Points 4 EUR kosten und auch 4 EUR wert sind.
 
@TheBNY: Finde ich vollkommen OK mit den Punkten. Oder findest du Preis-Systeme wie z.B. bei Steam wo ein Spiel in USA $49.99 (=36Eur) kostet und in Deutschland 49.99Eur besser/fortschrittlicher?
 
@RocketChef: Ja, wenn man das so sieht, hast du absolut Recht... Das hatte ich natürlich nicht bedacht. Deswegen ist die Aussage von mir eigentlich schon wieder überflüssig. Eigentlich sollten die das auch ruhig so lassen. Ich bin ja wo du das erwähnst mit Steam, gespannt, was mich erwartet, wenn ich mich beim XNA Creators Club (Xbox Entwicklerplattform) für eine Premium Mitgliedschaft (1 Jahr) registriere, welche in den USA 99$ kostet. Ob diese dann in Deutschland 99 EUR kostet?
 
@TheBNY & RocketChef: Das Problem was diese identischen Euro-/Dollarpreise verursacht, ist auf die Steuern in Deutschland zurückzuführen...Mehrwert...Import usw...sonst würde unser Arschl*** von Staat ja nichts daran verdienen -,-
 
Einfach nur Schwachsinn und die Aussicht auf Erfolg ist gleich null. Microsoft wird nie und nimmer mit Absicht das Download-System fehlerhaft gestaltet haben, um angeblich dann Mehreinnahmen zu haben. Man könnte sowas auch niemals nachweisen. Wo ist das Problem, dass die Leute, bei denen es passiert ist, einfach bei MS anrufen und ihre Points zurück erstattet bekommen? MS könnte auch hingehen und die Points erst nach einem erfolgreichen Download abbuchen, dann gäbe es das Problem nicht. MS verdient aber nix, wenn der Download abbricht, die Aussage des Anwalts ist Bullshit. Für Filme, etc. zahlt MS natürlich auch Lizenzgebühren pro gegucktem Film. Wenn die Bezahlung bereits beim Start des Downloads stattfindet, wird auch direkt getrackt, dass der Film geguckt wird. D.h. MS muss auch für Content zahlen, der nicht beim Kunden angekommen ist, bekommt dafür aber auch das Geld vom Kunden, da die Points ja fälschlicherweise auch schon abgebucht wurden.


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