Polen: Zentralregister über Bürger stößt auf Kritik

Recht, Politik & EU Mit dem Projekt namens "Pl.ID" möchte die polnische Regierung ein umfassendes Zentralregister mit Angaben über alle Bürger anlegen. Dieses Vorhaben wurde nun von verschiedenen Datenschützern heftig kritisiert.

Unter anderem will das Innenministerium Informationen des Finanzamtes, der Sozialversicherung, der Meldebehörden, des Strafregisters, des Standesamtes und der Führerscheinbehörde in Form von einem zentralen Register zusammenlegen. Der Datenschutzbeauftragte Michal Serzycki steht dieser Idee skeptisch gegenüber.


In seinen Augen handelt es sich bei "Pl.ID" um ein integriertes Mega-Register, das eine einfache und schnelle Beschaffung von Informationen ermöglicht. Und auch Katarzyna Szymilewicz von der Stiftung Panoptykon übte Kritik an diesem Vorhaben. Ihrer Meinung nach mangle es an Transparenz.

Ferner gebe es kaum öffentlich zugängliche Informationen über "Pl.ID". Zudem bestehe laut Szymilewicz der Verdacht, dass vor allem die Geheimdienste durch dieses Register leicht an sensible Informationen der Bürger gelangen könnten.

Die im Datenschutz verankerten Werte sollen bei dieser angeblich effektiveren Dienstleistung gegenüber Bürgern und Unternehmern bewahrt werden, teilte das Innenministerium laut einem Artikel von 'Futurezone' mit.
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Prinzipiell finde ich bestimmte Register nicht schlecht, auch nicht für Deutschland. Das schlechte an allen Registern (egal wo in der Welt) ist doch das man selber keinen Zugriff darauf hat und nur die Behörden im geheimen Zugriff darauf haben. Kein Bürger weiss was wirklich in seiner Akte steht.
 
@wieselding: Ich stimme Dir zu. Es fehlt vor allem eine Kontrollmöglichkeit was, wann, wer mit Deinen Daten macht. Als Beispiel nenne ich mal die Schufa. Jedes Unternehmen kann Einträge für Person xy vornehmen. Aber wenn man erstmal einen falschen / veralteten Eintrag drinne hat, dann Gnade dir Gott.
 
@wieselding: Wie früher bei der Stasi, wo alle zur Akte kamen nur die betroffenen nicht.
 
@wieselding: In Belgien gibt es ein sog. Nationalregister, indem halt Daten über den Bürger festgehalten werden. Dort ist es per Internet möglich: 1. Nachzuschauen WAS gespeichert ist. 2. Nachzuschauen WER (welche Behörde) diese Daten abgerufen hat. Auf Wunsch kann man sich den Grund der Datenabfrage nennen lassen.
 
Im West... äh Osten nix neues... Offentlich setzen sich die gegner durch...


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