Chinesischer Webriese: Google in China chancenlos

Internet & Webdienste Der von Google in Folge der Angriffe auf seine Server vollzogene Strategiewechsel im chinesischen Markt beschert dem Unternehmen Kritik und Spott eines Mitbewerbers aus China. Für den Chef der Handelsplattform Alibaba ist klar, Google sucht einen Grund für einen Rückzug aus China.

Nach Angaben des taiwanischen Branchendienstes 'DigiTimes' erklärte der Gründer und Chef von Alibaba, Jack Ma, jüngst während eines Wirtschaftstreffens in Taipeh, die heftige Reaktion von Google auf die von China ausgehenden Angriffe auf seine Server sei lediglich ein Vorwand.


Tatsächlich erwäge der Suchmaschinenbetreiber und Werbekonzern vor allem deshalb einen Rückzug aus China, weil sich Google nicht am dortigen Markt durchsetzen könne. Google sei einfach unzufrieden mit der Entwicklung seiner dortigen Geschäfte, so Ma weiter.

Anstatt sich über die Hürden im chinesischen Markt zu beschweren, solle Google es einfach seinen ebenfalls aus dem Westen stammenden Konkurrenten gleich tun und Wege suchen, die Hürden zu umschiffen. Die chinesische Regierung hatte ihrerseits angekündigt, die Regulierung des Internets nicht aufgeben und an der bestehenden Zensurpolitik festhalten zu wollen.

Alibaba ist der größte chinesische Anbieter von E-Commerce-Diensten und kann rund 60 Prozent Marktanteil für sich beanspruchen. Alibaba betreibt auch die chinesische Ausgabe von Yahoo. Angeblich hat man seit den Angriffen auf Google allerdings die Kommunikation mit dem US-Hauptquartier von Yahoo eingestellt, weil der Suchmaschinenbetreiber sich den Beschwerden gegen die chinesische Internet-Politik angeschlossen hatte.
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Menschenrechte und Informationsfreiheit zu umschiffen dürfte auf Dauer schwierig sein.
 
@Guardian@Geißenweide: Stimmt, aber so wie die Amerikaner und Verbündete im Irak und Afghanistan die "Menschenrechte" einführen, ist es in China nicht möglich. MfG
 
@franz0501: Der Satz läßt sich auf verschiedene andere Szenarien natürlich auch anwenden. Aber das die Armeen im Irak oder Afghanistan als Heilsbringer die Menschenrechte bringen können, schließt sich schon aufgrund der Eigeninteressen der USA aus.
 
@franz0501: Meinst Du die Amerikaner die aktuell in Haiti die Hilfe organisieren und viel Geld spenden ...?
 
@NoName!: Weil sie das aus Nächstenliebe tun? Ich finde es super, dass geholfen wird, keine Frage. Aber in der jetzigen Situation kann die USA in Haiti vollen Einfluss gewinnen...


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