Microsoft verkürzt IP-Speicherdauer bei Websuche

Internet & Webdienste Microsoft wird die Speicherdauer von Daten der Nutzer seiner Suchmaschinen deutlich kürzen. Dies gab das Unternehmen heute anlässlich einer Pressekonferenz in Brüssel bekannt. Gleichzeitig forderte Microsoft den Marktführer Google auf, nachzuziehen. Microsoft wird künftig die IP-Adressen der Nutzer seiner Suchmaschinen nach sechs Monaten vollständig löschen, erklärte John Vassallo, der als Vice President für die Beziehungen zur Europäischen Union verantwortlich ist. Anhand der IP-Daten lassen sich Suchanfragen bestimmten Nutzern zuordnen.

Bei Microsofts Suchmaschinen werden die IP-Daten der Nutzer bisher für 18 Monate gespeichert. Die Umstellung auf die verkürzte Speicherdauer wird allerings selbst einige Zeit dauern und soll erst im Laufe der nächsten 12 bis 18 Monate erfolgen. Ursprünglich wollte Microsoft die Speicherdauer nur dann reduzieren, wenn die anderen Suchmaschinenbetreiber dies ebenfalls tun.

Die nun verkündete Entscheidung ist offenbar teilweise auf den Druck der Europäischen Union zurück zu führen, sie soll jedoch weltweit umgesetzt werden. Vassallo deutete an, dass Microsoft mit dem Schritt eine Richtlinie der EU vorweg nimmt, durch die die Privatsphäre der Internet-Nutzer künftig besser geschützt werden soll.

Microsofts Suchmaschine Bing hat in Europa mit rund 2 Prozent einen verschwindend geringen Marktanteil, während Google rund 80 Prozent des Marktes für sich beanspruchen kann.
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