Magazin: Banken verschweigen Sicherheitsprobleme

Sicherheitslücken Die EC- und Kreditkartenpanne zum Jahreswechsel ist für Experten ein klares Indiz dafür, dass Banken die Sicherheit ihrer Kartensysteme weniger gut im Griff haben, als sie behaupten. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Plusminus in einem Beitrag, der heute Abend in der ARD ausgestrahlt wird. Darin wird gezeigt, dass es bei EC-Karten sechs statt drei möglicher Versuche gibt, die richtige PIN einzugeben. Die Wahrscheinlichkeit, z.B. die PIN einer gestohlenen Karte einfach zu erraten, steigt dadurch laut Experten statistisch betrachtet auf etwa eins zu 800.

Plusminus weist weiter nach, dass Kreditkarten häufig mehrere PINs zugeordnet sind - was die Bankenwirtschaft abstreitet. Laut einem Sachverständigen gibt es demnach Kreditkarten mit bis zu neun unterschiedlichen PINs.

Für Experten und Verbraucherschützer sind das klare Indizien, dass Banken die Sicherheit ihrer Kartensysteme nicht vollständig im Griff haben, und mögliche Risiken - wie bei der Panne zum Jahreswechsel - selbst gar nicht kennen. Dennoch haben Verbraucher in zweifelhaften Missbrauchsfällen fast immer das Nachsehen: Banken streiten Missbrauchsmöglichkeiten kategorisch ab, und Gerichte stellen die Sicherheit des Systems erst gar nicht in Frage, hieß es.
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