Arbeitsbedingungen bei Rockstar: Besserung gelobt

Wirtschaft & Firmen Nachdem wir am Dienstag über die schlechten Arbeitsbedingungen bei Rockstar Games in San Diego berichteten, hat die Firmenzentrale in New York jetzt reagiert. Im Internet ist eine Mail der Personalabteilung an die Mitarbeiter aufgetaucht.

Darin heißt es, dass man die Beschwerden über die Arbeitsbedingungen sehr ernst nimmt und die Probleme sofort in Angriff genommen werden. Allerdings weist man einige der Vorwürfe auch zurück. So soll es keine Kürzungen bei Bonuszahlungen gegeben haben und auch die Gehälter sind an die Inflationsrate angepasst worden.

Red Dead Redemption - Trailer

Die zu hohe Arbeitsbelastung wird in der E-Mail nicht thematisiert. Es heißt lediglich, dass sich die Bemühungen der letzten Monate gelohnt haben, wenn man sich die Qualität von "Red Dead Redemption" anschaut. Das auch gern als "Pferde-GTA" bezeichnete Spiel soll bereits im April in den Handel kommen, so dass ein Ende der Arbeit absehbar ist.

Die International Game Developers Association (IDGA) hat sich ebenfalls zu den Vorwürfen geäußert. In einer Mitteilung heißt es, dass man sich in Zukunft stärker mit dem Problem der Arbeitszeit auseinandersetzen sollte. Außerdem ist man der Meinung, dass regelmäßige Überstunden ausbeuterisch und schlecht für die Entwickler sowie für das Produkt und die gesamte Branche sind.
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"...so dass ein Ende der Arbeit absehbar ist." Schon mal indirekt die Kündigung für die Mitarbeiter angedroht, damit sie die Füße still halten? :-)
 
@satyris: Ganz genau. "Wenn ihr rummeckert, war das hier euer letzter Auftrag."
 
Also müssen sich erst dritte über schlechte Arbeitsbedingungen beschweren, bevor das Unternehmen reagiert, sprich sich über Arbeitsbedingunen an anderen Standort ein Bild macht. Sollte ein Unternehmen nicht dafür sorgen, das auch die Arbeitnehmer zufrienden sind. Finde die Reaktion der Firmenzentrale etwas heuchlerisch.
 
Jaja, jetzt medienwirksam Besserung geloben. es kann mir keiner erzählen die Chefs dort haben nicht mitbekommen, was abgeht. Wenn ein einfacher Mitarbeiter oder eine einfache Frau von einem Mitarbeiter sich an die Öffentlichkeit wendet ist das oft schon pure Verzweiflung bzw. purer Frust. Das ist genau wie bei Schlecker(XL). Erst die Mitarbeiter ausnehmen so lange es geht und wenn es die Presse dann (endlich mal) aufgreift wird schnell Besserung gelobt - für die nächsten vier Wochen bis das Thema wieder abgeflaut ist)
 
Bald sehen wir wohl Günter Wallraff als 35 jähriger Programmierer bei Rockstar sitzen.


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