Microsoft & HP wollen Firmen in die "Wolke" bringen

Microsoft Microsoft und der US-Computerkonzern Hewlett-Packard haben wie erwartet gestern einen deutlichen Ausbau ihrer Kooperation im Bereich der Server-Technologien bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen rund 250 Millionen US-Dollar ausgegeben werden.

Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Das Geld soll vor allem in die Entwicklung neuer Produkte für Virtualisierung, die Verlagerung von Anwendungen ins Internet und die Verwaltung von Servern und Business-Anwendungen fließen. Unter anderem wollen die beiden Firmen ihre Produkte in Paketen verkaufen.


So ist schon jetzt ein vorkonfigurierter HP-Server mit Microsofts SQL Server erhältlich. In Kürze will man ein ähnliches Angebot mit Microsoft Exchange Server auf den Markt bringen. Außerdem will man gemeinsam ein Produkt für "Rechenzentren der nächsten Generation" einführen.

Durch die Zusammenarbeit will man vor allem dafür sorgen, dass Microsoft und HP die richtigen Produkte anbieten können, wenn Firmen ihre Daten und Anwendungen in externe Rechenzentren verlagern wollen, also auf Cloud-Computing setzen. Dazu sollen auch neue Mitarbeiter angestellt werden, die bei Entwicklung und Verkauf helfen.
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Ich habe aus Firmensicht kein wirkliches Interesse an Cloud Diensten, die andere Firmen notwendig machen. Damit würde ich als Firma die Hoheit über die Daten verlieren, ein großes Vertrauen gehört auch dazu. Zudem verschließt sich mir der Sinn meine alleinige Entscheidungsfreiheit einer anderen Firma quasi zu überlassen. Wenn man durch Cloud Computing die kreative Leistung im Sinne von Gehirnleistung verbessern, steigern könnte, dann wäre es sinnvoll, aber die hardwareseitig beste REchenleistung nützt nix, wenn meine Angestellten nix kreatives im Kopf haben - sie sind es, die etwas umsetzen, die Barriere sitzt im Kopf und oftmals nicht am Datenbus...
 
@Rikibu: ein vertrauen gehört dazu, aber das ist bei einem lokalen betriebssystem und anwendungen auch notwendig. für große firmen ist es z.b. ein vorteil wie man hier lesen kann. http://tinyurl.com/ydazc3t
 
@OSLin: Natürlich ist das Vertrauen auf allen Plattformen notwendig, aber alleine die Tatsache, dass ich keine lang bindenden Verträge mit irgend so nem Wolken Anbieter haben muss, ist ein Vorteil. Und wenn ich auf ein neues System umsteigen will, sei es Software oder Hardware, entscheide ich allein im Entscheidungsgremium, wann was und wie umgesetztwird. Gibt man die Rechenleistung in eine Wolke und damit in einen externen Firmenbereich, hat man als Kunde nach deren Pfeife zu tanzen. Klar, man kann die Verantwortung für technische Probleme schön abschieben, aber ich suche lieber die Fehler bei mir und habe einen vor Ort, der den Server wieder in Gang setzt, als mich permanent abhängig von anderen Dienstleistern zu machen. Fürs untereinander Arbeitsplätze schaffen, mag outsourcing sicher ganz nett sein, aber ich bin bisher sehr gut damit gefahren, alles familiär und lokal zu halten wo es eben möglich ist. Es ist zb. bei mir in der Entwicklungsabteilung so, dass bestimmte Teile komplett abgeschirmt vom Netz sind und es nur Intranet ohne Zugang zu einem Außennetz gibt. In Zeiten von Internet Kriminalität, Sicherheitslücken und co. würde ich als sicherheitsbewusster und verantwortungsvoller Entscheider einen Teufel tun, eine Permanentverbindung nach außen zu halten, nur wegen mehr Rechenleistung. Ich will diese Hoheit nicht verlieren und daher werde ich das auch nicht aus der Hand geben. Natürlich laufen gewisse Sachen über Server, aber diese gehören physikalisch mir, ich bin der Hausherr
 
@OSLin: die Daten Lokal zu speichern ist für mich etwas anderes als wenn ich sie direkt bei den Firmen anderer auf den Servern speichere... Zudem könnte man den Netzwerkverkehr nach verfolgen, um so das Betriebssystem das nach Hause telen zu verbieten.
 
@Rikibu: ich verstehe was du meinst, bin ja selber auch keine freund der wolke und benötige sie auch nicht. leider geht der trend immer mehr dahin wie man es bei großen firmen sehen kann und für die es auch recht praktisch sein muss. sollte sich dann auch noch google mit seinem chrome os durchsetzen wird die anzahl der lokalen installationen immer weniger. was ich damit sagen will , man kann nur hoffen das es nicht so düster kommt und uns lokale betriebssysteme noch länger erhalten bleiben.


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