Wirtschaftskriminalität über's Netz wächst rasant

Recht, Politik & EU 37 Prozent der Unternehmen in Deutschland waren in den letzten drei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität. Das Internet spielt dabei als Tatort eine immer stärker werdende Rolle. Das geht aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung KPMG in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungs-Institut Emnid hervor. Nach Angaben der befragten Unternehmen sind internetbezogene Fälle auf inzwischen 53 Prozent aller Fälle im Bereich Wirtschaftskriminalität sprunghaft angestiegen.

Delikten wie Identitätsdiebstahl, betrügerisches Anbieten von Waren und Dienstleistungen im Netz oder Kreditkartenbetrug hätten im Vergleich zur Vergleichsstudie von vor drei Jahren um 30 Prozentpunkte zugenommen. Neue Kriminalitätsphänomene im Zusammenspiel mit Informationstechnologien ersetzen mehr und mehr klassische Deliktsformen", erklärte Frank M. Hülsberg, Leiter des Bereichs Forensic bei KPMG.

Es gebe kaum Kriminalitätsbereiche, in denen sich die Täter nicht modernster Technik und dabei immer stärker auch des Internets bedienen. "Durch die zunehmende Verlagerung vieler Geschäfts- und Abwicklungsprozesse in das Internet wächst die potenzielle Angriffsfläche der Unternehmen und es ist zu befürchten, dass sich das auch in den Schadensnennungen niederschlagen wird", so Hülsberg.

Das stelle die Unternehmen vor neue Herausforderungen, sowohl im Hinblick auf die Vorbeugung als auch auf die Aufdeckung solcher Delikte. "Ich appelliere an die Verantwortlichen, sich auf diese Attacken aus dem Netz vorzubereiten und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen", fuhr Hülsberg fort. Dazu gehöre die Implementierung geeigneter Prozesse und Technologien wie zum Beispiel Logging- und Monitoringmaßnahmen, die dabei helfen, Angriffe auf die eigene Infrastruktur frühzeitig zu erkennen.

Im Vordergrund solle die Frage stehen: "Würde ich einen solchen Angriff bemerken und kann ich angemessen reagieren, um Schaden von mir und meinen Kunden abzuwenden?" Genauso wichtig sei es, durch die Gestaltung sicherer IT-Systeme und Geschäftsprozesse präventiv dafür zu sorgen, dass Schaden möglichst gar nicht entstehen kann.
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