 Bislang nutzt der Browser Firefox nur einen Prozessor, um Websites darzustellen. Die meisten Systeme besitzen inzwischen aber mindestens zwei Prozessorkerne. Ein evtl. für Firefox 3.7 geplantes Projekt namens " Electrolysis" soll das ändern.
Das Team rund um den Mozilla-Entwickler Benjamin Smedberg ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass man die ersten Ergebnisse bewundern kann. Der Autor des Blogs ' MyOutsourcedBrain.com', Benjamin Auffarth, hat im November den damals aktuellen Code kompiliert und einem Test unterzogen. Im Vergleich zu aktuellen Firefox-Versionen ergeben sich deutliche Performance-Verbesserungen.
Demnach kommt die Firefox-Version 3.5.6 im JavaScript-Benchmark SunSpider auf eine Ausführungszeit von 4554,4 Millisekunden. Eine erste Alpha von Firefox 3.7 mit integriertem Electrolysis benötigt dafür nur noch 1849,2 Millisekunden. An den Performance-Spitzenreiter Google Chrome 4.0 mit 1211,6 Millisekunden kommt man aber noch nicht heran. Dies liegt aber vor allem am frühen Entwicklungsstadium von Electrolysis. In Zukunft sollten hier noch Verbesserungen zu sehen sein.
Die Ergebnisse sind noch nicht sehr aussagekräftig, sie zeigen jedoch, was man in Zukunft von Firefox erwarten kann. Möglicherweise wird Electrolysis bereits in Firefox 3.7 integriert, allerdings kann man dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen. Bei Mozilla wird darüber diskutiert, ob man neue Features nicht schneller an die Nutzer weitergeben sollte und nach und nach Verbesserungen vornimmt.
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