Patentstreit: Seagate soll Beweise vernichtet haben

Wirtschaft & Firmen Im Zuge eines Patentrechtsstreits hat der ehemalige Seagte-Mitarbeiter Paul A. Galloway schwere Vorwürfe gegen den Festplatten-Hersteller erhoben. Dieser soll Beweise vernichtet haben. Die Firma Convolve und das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) hatten eine Klage gegen Seagate eingereicht und Patentansprüche angemeldet. Die Rechte Convolves seien tatsächlich durch Software verletzt worden, an der Galloway gearbeitet haben will.

Wie der Entwickler, der bis Juli 2009 bei dem Hersteller arbeitete, gegenüber dem Gericht ausführte, habe Seagate den Inhalt der Festplatte inklusive des fraglichen Quellcodes allerdings vernichtet. So sollte ein langwieriges Verfahren vermieden werden.

Außerdem soll Seagate Aufzeichnungen von Konferenzen seiner Entwicklergruppe in dem Verfahren zurückhalten - wenn diese nicht ebenfalls zerstört worden seien. Auf den Treffen seien die von Convolve patentierten Technologien Thema gewesen, führte Galloway aus.

Der Rechtsstreit zieht sich inzwischen seit neun Jahren hin. Er dreht sich um eine Technologie, die von Convolve unter dem Namen Quick and Quiet entwickelt wurde, um einen leiseren Betrieb von Festplatten zu gewährleisten. Seagate soll diese unter dem Titel Sound Barrier eingesetzt haben.
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