Projekt Datenspuren will Datenverkäufe aufdecken

Datenschutz Das "Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung" (FIfF) hat ein Projekt namens "Datenspuren" ins Leben gerufen, um sich für mehr Datenschutz einzusetzen.

Im Rahmen des Projekts will man insbesondere die "vielfältigen Verflechtungen innerhalb der Datensammelindustrie" aufdecken, teilte das FIfF mit. Dies soll insbesondere durch eine koordinierte Abfrage und Auswertung der gespeicherten Daten bei Unternehmen erfolgen.


Das derzeit geltende Bundesdatenschutzgesetz sei nach Ansicht des Forums sehr einseitig zu Gunsten der Werbeindustrie ausgelegt und lasse den Werbern große Freiheiten für der Nutzung der Daten offen. Der Bürger habe dagegen nur sehr wenige Möglichkeiten, ausreichende Auskünfte von der Werbeindustrie zu bekommen, um damit die Nutzung der eigenen Adresse durch Dritte einzuschränken oder nachzuvollziehen zu können.

"Wird tatsächlich einmal von dem Recht auf Auskünfte über die gespeicherten Daten Gebrauch gemacht, kann erlebt werden, wie zum Teil Anfragen auch ignoriert, Datenschutzgesetze missachtet oder die Betroffenen getäuscht werden", hieß es.

Auch wenn es zur pflichtgemäßen Auskunft kommt, bleiben die Anfragen unkoordinierte Einzelaktionen. Der Einzelne konnte dann zwar in Erfahrung bringen, welche Wege seine Adressdaten genommen haben. Das große Ganze aber, die Vernetzung der Werbewirtschaft untereinander bleibt nach wie vor verborgen, erklärte das FIfF. Eine systematische Zusammenfassung und Auswertung der Datensammelwut finde nicht statt.

Hier will man für mehr Transparenz sorgen. Zusätzlich soll eine Datenbank entstehen, mit der für jeden Bürger einsehbar ist, wie die Firmen mit dem Datenschutz umgehen, ob sie z.B. Anfragen korrekt und innerhalb angemessener Zeit beantworten oder es vorziehen, berechtigte Anfragen zu ignorieren oder Informationen vorzuenthalten, hieß es weiter.
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Hehe, ich warte schon auf die Organisation "Informatiker ohne Grenzen" - "Damit auch der OLPC in Afrika repariert wird!"
 
Die Frage die sich jetzt stellt ist, wieviel jeder Einzelne oder Institution zahlen muß, damit das here Ziel, den Sumpf transparenter zu machen, von Erfolg oder von (bezahltem) Misserfolg gekrönt wird. Keine Transparenz aber volle Konten sind wohl eher zu erwarten.
 
Eine gute Sache die meine volle Unterstützung hat. Allerdings sollten Landes- und Bundesdatenschutzbehörden viel rigider gegen Daten-Mißbrauchs-Unternehmen vorgehen. Zu befürworten ist auch eine rote Liste von Unternehmen die sich einen Teufel um Datenschutz scheren.
 
Die Idee finde ich zwar gut, doch glaube ich, dass dies wohl ein Kampf gegen Windmühlen sein dürfte...
 
http://tinyurl.com/5j34wv hat bei mir bei allen Bittstellern nach dem spätestens 3. Mal geholfen. Und die Person, welche bei mir trotz "Keine kostenlosen Zeitungen"- Aufkleber am Briefkasten mir jeden Sonnabend sein Drecksblatt einwirft, mit dieser werd ich die Sache anders regeln, so ich sie mal erwische... :-)


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