Kampf gegen 'Piraten': China verschärft Web-Zensur

Internet & Webdienste Chinas Zensoren haben neue Richtlinien eingeführt, die die Möglichkeit zur Einrichtung privater Websites und den Zugriff auf hunderte Websites einschränken. Dadurch will man nicht nur Kinder besser vor pornografischen Inhalten schützen, sondern gleichzeitig auch gegen die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte vorgehen. Nach Angaben der Behörden soll unter anderem der Zugriff auf illegal kopierte Filme, Fernsehsendungen und Musik erschwert werden. Außerdem will die Regierung durch eine Verschärfung der Web-Zensur auch Internetkriminellen das Wasser abgraben. Natürlich erhalten die Zensoren so noch mehr Kontrolle über mögliche Aktivitäten der politischen Opposition.

Daraus macht die kommunistische Führung des Landes allerdings keinen Hehl. So hieß es kürzlich in einem vom Zentralkommitee der Kommunistischen Partei veröffentlichten Magazin, dass das Internet für "anti-chinesische Kräfte" zu einem wichtigen Mittel geworden sei, mit dem diese ihre infiltrierenden und sabotierenden Aktivitäten auszubauen versuchen, berichtet die 'New York Times'.

Die Verschärfung der Zugriffskontrolle sei daher eine Herausforderung für die Behörden für Öffentliche Sicherheit, um die nationale Sicherheit und die soziale Stabilität Chinas zu sichern, hieß es weiter. Die neuen Zensurmaßnahmen haben bereits zur Schließung von über 700 Websites geführt, die bisher Filme, TV-Shows und Musik zum Download anboten.

Außerdem ist es Privatpersonen nun nicht mehr möglich, Domains mit der Endung .cn zu registrieren. Dies bleibt künftig ausschließlich angemeldeten Firmen vorenthalten. Gerade für kleine Unternehmen, die noch in der Gründung sind, wird es nach Auffassung von Kritikern dadurch fast unmöglich gemacht, erfolgreich eine Webpräsenz zu etablieren.

Die Kritiker befürchten außerdem, dass langfristig keinerlei privat betriebene Websites mehr zugänglich sein könnten. Anders als erwartet wird der Zugriff auf populäre westliche Plattformen wie Twitter, YouTube und Facebook weiterhin gesperrt, obwohl man davon ausgegangen war, dass die Maßnahmen im Laufe des Jahres wieder aufgehoben werden würden.
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