Browserwahl: Opera & Co begrüßen Einigung mit EU

Browser Die Einigung zwischen Microsoft und der Europäischen Kommission im Streit um die Integration eines Menüs zur Browserwahl in Windows wird von den Konkurrenten des Unternehmens und anderen Browserherstellern weitgehend positiv aufgenommen.

Dennoch gibt es einige Bedenken, ob Microsoft das angekündigte Browserwahlmenü tatsächlich in der erhofften Form und mit der erwarteten Effektivität integriert. Für den Browserhersteller Opera stellt die Einigung insgesamt einen "Sieg für die Zukunft des Internets und seine Nutzer" dar, sagte Operas Technologiechef Hakon Wium Lie gegenüber 'InfoWorld'.


Die Zeit, in der Firmen die Anwender durch nicht ausreichende Unterstützung von Webstandards behindern könnten, seien nun vorbei, so Wium Lie weiter. Was die ebenfalls angekündigte Öffnung vieler Produkte wie etwa Office gegenüber der Software von Konkurrenten angeht, so sind die Vertreter der Wettbewerber noch etwas skeptisch.

Es werde schwer sein, die eigenen Produkte in einem sehr kurzen Zeitraum mit Hilfe der von Microsoft bereit gestellten Informationen schnell anzupassen, so Thomas Vinje, der Opera, Mozilla und den Lobbyverband ECIS in dem Verfahren der EU vertreten hatte. Dies werde wohl mindestens drei bis vier Monate dauern.

Microsofts Chefanwalt Brad Smith erklärte, dass der Softwarekonzern künftig im Wettbewerb anders agieren will, was grundlegende Veränderungen in der Unternehmenskultur nötig mache. Vinje hingegen forderte die EU eindringlich dazu auf, die künftigen Aktionen von Microsoft genau zu überwachen, um eine Einhaltung der im Rahmen der Einigung erzielten Zusagen sicher zu stellen.
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Da werden einige Web-admins Ueberstunden schieben muessen,um ihren activex Mist aus den Seiten zu entfernen. Recht so.Wer sich nicht an die Webstandards haelt......
 
@Jade: wird aufgrund der konkurrenz eh langsam besser (ie9). der markt regelt das schon. siehe firefox N.1 in deutschland.
 
Wie es die Wettbewerbskommissarin so schön ausdrückte, werden letztlich allein wir Nutzer von der ganzen Geschichte profitieren. Daher solllte man Opera eigentlich dafür danken, dass sie die Initiative ergriffen und gegen alle Widerstände durchgestanden haben. Aber so ist das, einer setzt sich mit den Hintern in die Nesseln - und alle anderen profitieren davon.
 
@Joey2007: minus, weil ich das als unfaire methode sehe gegenüber MS. Ich find es einfach eine misserable aktion von der EU btw Opera sowas zu verlangen. Nur weil sie eine quasi monopol stellung haben werden sie gezwungen für konkurenten kostenlose werbung zu machen ... ( ya ich weil FF, Google apple und co haben sich Opera angeschlossen, jedoch hat opera das ganze erst ins rollen gebracht).Jeder User hat die freiheit gehabt einen anderen browser zu laden und zu installieren. Wer jedoch zu dumm zu faul oder sonstwas war( oder einfach strikt gern mit IE gesurft ist ), ist halt mit MS gefahren und hat den IE benutzt. Opera erhofft sich meiner meinung nach nun von diesen dummen leuten paar abzufangen mit seinem browser mehr nicht.
 
@LittelD: Und Google, Apple, Mozilla und co. wollten sich sicher auch gar nicht der Sache anschließen, weil sie die Forderung für richtig und sinnvoll hielten. Bestimmt wurden sie von Opera erpresst, mit Waffengewalt dazu gezwungen sich anzuschließen. Und Opera hat es ja ins rollen gebracht. Also haben die anderen gar nichts damit zu tun. Die EU sah natürlich auch nicht deswegen Handlungsbedarf, weil sich neben einem kleinen Unternehmen wie Opera auch Größen wie Google, Apple oder eben Mozilla anschlossen. Und klar, es ging Opera ja nur um den eigenen Vorteil und weil Google, Apple und auch Mozilla wollen, dass Opera mehr User bekommt, fanden sie die Idee toll...


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