Mitarbeiter schädigen HP durch zu hohe Rechnungen

Recht, Politik & EU Drei ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens HP wurden verhaftet. Laut einem Bericht der 'Sächsischen Zeitung', die sich auf die Generalstaatsanwaltschaft Dresden beruft, wirft man ihnen Untreue vor. Zudem hat es Untersuchungen bei einer HP-Tochter in Böblingen gegeben. Auch die Büroräume von HP in Dornach sowie im europäischen Ausland wurden durchsucht. Unter den drei Festgenommenen soll sich ein ehemaliger Geschäftsführer einer Vertriebsfirma von HP befinden.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft wird derzeit gegen zehn Beschuldigte ermittelt. HP gilt dabei als Geschädigter. "Die Untersuchungen bezögen sich unter anderem auf den Verdacht der Untreue zum Nachteil von Hewlett-Packard", erklärte ein Sprecher.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Steuerfahndung erste Hinweise in diesem Fall gefunden. Im Rahmen einer Steuerprüfung bei einer sächsischen Firma fand man überhöhte Rechnungen, die von HP bezahlt wurden. Das Geld wurde mit Hilfe einer Briefkastenfirma ins Ausland transferiert. Es sollen Scheinrechnungen ohne realen Hintergrund ausgestellt worden sein. Der Schaden beläuft sich auf acht Millionen Euro.
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