Google Goggles: Visuelle Suche kann getestet werden
Erst gestern berichteten wir über die Visual Search aus dem Hause Google. Ab sofort kann dieses neue Feature auf Android-Smartphones getestet werden. Dass es sich tatsächlich um die Zukunft der mobilen Suche handelt, wird sehr schnell klar.
Google Goggles, so die offizielle Bezeichnung der App, nutzt die Kamera im Smartphone um Suchanfragen zu stellen. Man fotografiert ein beliebiges Objekt, anschließend versucht Google dieses zu erkennen und mit einer Bilderdatenbank abzugleichen. Wird ein Treffer gefunden, erhält man zahlreiche Informationen zu diesem Objekt.
Noch handelt es sich um ein experimentelles Features, so dass nicht alle fotografierten Objekte erkannt werden können. Sehenswürdigkeiten, Bücher, Visitenkarten, Gemälde, Geschäfte, Wein und Firmenlogos verursachen die wenigsten Probleme. Fehler gibt es vor allem noch bei Pflanzen und Tieren, doch auch das soll in Zukunft möglich sein.
WinFuture.de hat Google Goggles einem kurzen Test unterzogen. Diverse Bücher wurden problemlos erkannt. Wir erhielten Informationen über den jeweiligen Autor, einen Link zur Google Produktsuche sowie, falls vorhanden, einen Verweis auf die elektronische Version des Buches bei Google Books.
Visitenkarten werden ebenfalls problemlos gescannt. Sämtliche Informationen, die sich darauf befinden, stehen anschließend in elektronischer Form zur Verfügung und können direkt in das Adressbuch übernommen werden. Die Texterkennung funktioniert erstaunlich gut.
Ein weiteres interessantes Feature wird sichtbar, wenn man in einer Stadt unterwegs ist. Richtet man die Kamera auf ein Geschäft, so erhält man den Namen sowie weitere Informationen zu diesem Laden oder Restaurant. Dazu werden der in die Smartphones integrierte Kompass und das GPS benutzt. Im Praxistest funktionierte dies schon sehr gut.
In Zukunft hat Google mit der visuellen Suche große Pläne. Laut dem leitenden Entwickler Hartmut Neven kratzt man derzeit nur an der Oberfläche der Möglichkeiten. So will man beispielsweise anhand einer Fotografie eines Blattes oder einer Frucht erkennen, um welche Pflanze es sich dabei handelt. Außerdem wäre es denkbar, ein Schachfeld zu fotografieren, um mit Hilfe von Google den nächsten Zug zu berechnen. Man darf also gespannt sein, was Google mit der Visual Search in Zukunft ermöglicht.
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Michael Diestelberg
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